Mein Vegas – Der Roadtrip

Ich muss mich schon wieder entschuldigen, da es so lange kein Update gab. Aber ich habe momentan nicht so viel Zeit und auch die Motivation hat etwas nachgelassen, aber jetzt wird es wieder besser werden.

Wie dem auch sei, hier also der Nachbericht aus Las Vegas von unserem Roadtrip:

Fünf Tage sollte er insgesamt dauern und die Route sah folgendermaßen aus: Von Las Vegas, über LA am Meer entlang nach San Francisco und zurück. Am liebsten Wären wir die Route zwar in einem Ford Mustang gefahren, aber leider war gerade keiner frei und so mussten wir uns mit einem Chrysler zufrieden geben. Aber Hauptsache ein Cabrio:

DSC00632

Los gings also erstmal ein paar hundert Meilen durch die Wüste Richtung LA. Dabei hab ich mir, schlau wie ich bin, ziemlich derb den Kopf verbrannt und sah aus wie ein Hummer. Bis natürlich auf die Augen, die durch die Sonnenbrille ziemlich bleich geblieben sind. Nichtsdestotrotz war es natürlich schon sehr geil einfach durch die Wüste zu heizen auf gerader Strecke wo absolut nichts ist. Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass wir auf unserer Reise die Area 51 entdeckt haben:

DSC00651

Nach ein paar Stunden sind wir dann in LA angekommen, auch wenn man erstmal gar nicht so recht wusste wo es denn jetzt anfängt und wo es wieder aufhört. Wir suchten uns dann aber relativ zentral gelegen ein Hotel in Chinatown und besuchten erstmal Hollywood.

DSC00688

Aber um ehrlich zu sein gab es hier nicht viel besonderes, bis auf den Stern von Kermit dem Frosch und einen Typen, der als Captain Jack Sparrow verkleidet meine Digicam stehlen wollte. Nachdem wir Abends noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen sind ging es dann am nächsten Morgen also los Richtung San Francisco. Und die Strecke dahin war der absolute Hammer. Direkt am Meer entlang, über hundert Meilen auf einer kurvigen Gebirgsstrecke:

DSC00818

DSC00819

Teilweise etwas erschöpft und teilweise recht betrunken von der Fahrt sind wir dann Abends nur noch im Hotel eingecheckt. Diesesmal aber nicht in einem schäbigen Hotel in Chinatown wie in LA sondern in einem ziemlich noblen mitten im Zentrum von San Francisco. Am nächsten Morgen wollten wir schließlich die Stadt besichtigen. Mit einem Tag Zeit und absolut keinen Plan was es so gibt hatten wir folglich sehr gute Voraussetzungen für eine schöne Touristenreise. Nachdem wir etwas umhergeirrt sind, hatten wir Glück als uns eine deutsche Rucksacktouristin ansprach und uns ein paar Tipps gab was es zu sehen gibt und uns sogar einen Stadtplan überlies. Wir fuhren also erstmal mit dem Bus Richtung Küste wo wir Alcatraz besichtigen konnten. Dort kamen wir dann auf die wirklich gute Idee, dass wir uns Fahrräder mieten könnten. Damit sind wir dann sämtliche Straßen, egal wie steil sie waren, entlang geheizt und haben u.a. die Golden Gate Bridge besichtigt. Dummerweise war diese komplett in Nebel eingehüllt obwohl wir eigentlich traumhaft schönes Wetter erwischt hatten. Hier noch zwei Bilder zu den Straßen:

DSC00943

DSC00950

Und dann noch der heißeste Tipp der Rucksacktouristin, wahrscheinlich aus dem Ökoforum: Der tolle, kostenlose Ausblick aus dem höchsten Hotel in ganz SF:

DSC00957

DSC00960

Da wir am nächsten Tag allerdings schon wieder los wollten konnten wir das Nachtleben nicht wirklich erkunden, weshalb wir den Abend, nachdem wir noch in einer Shisha Bar waren, ganz gechillt im Jacuzzi in unserem Hotel verbracht haben.

Alles in allem ein absolut genialer Trip, den ich jedem nur empfehlen kann. Vor allem San Francisco hat mir persönlich sehr gefallen, eine geniale Stadt!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Life is like a game of poker: If you don’t put any in the pot, there won’t be any to take out.“

Mein Vegas – Stratosphere Teil 2

Erstmal sorry, dass ich so lange wieder nichts von mir hören lassen habe. Ich bin mittlerweile wieder zu Hause aber im Dauerstress. Trotzdem werde ich natürlich noch einige Einträge von Vegas, inklusive ein paar Bildern nachholen.

Es ging also weiter im Stratosphere. Wir wollten immernoch das 5k Freeroll mitspielen und ein paar wenige Stunden fehlten uns noch dafür. Nachdem, vor allem ich, bisher wirklich zu dumm war dort etwas zu gewinnen wollte ich es diesesmal unbedingt schaffen. Und ich versuchte es mit einer sehr tighten Spielweise an den nittigen 1/2 er Tischen. Diese klappte, wie erwartet, viel besser und nachdem ich bei einem Flip auch noch das Glück auf meiner Seite hatte konnte ich nach ca. 4 Stunden tatsächlich mit fast 600 im Plus dort abschließen.

Endlich war es also soweit. Wir hatten die 25 Stunden, die wir benötigten  für das Freeroll voll und am nächsten Tag sollte es gleich starten. Es waren insgesamt nicht ganz 30 Teilnehmer und wir stellten erstmal fest, dass die Struktur komplett für den Arsch war. Die ersten 5 Plätze sollten etwas mehr als 400 bekommen und dann noch weitere 10 Plätze ein bißchen mehr als 200. Wir hätten unsere Zeit wirklich sinnvoller verbringen können, aber jetzt war es zu spät.

Das Turnier startete und ich gewann gleich ein paar Hände ohne Showdown und war recht schnell Chipleader an meinem Tisch. Meinem Kollegen erging es allerdings nicht so gut. Er stahl am anderen Tisch auch öfters die Blinds, bis der BB das adjusten anfing und ihn dann immer minraiste. Als er das nächste mal AQ hielt und wieder erhöhte, pushte er auf das folgende Minraise vom BB Allin und wurde von 9T (!) gecallt. Dummerweise verlor er und schied sogar als Erster aus.

Nachdem noch ein oder zwei Spieler draußen waren ging es auf einmal los und so ziemlich alle Spieler brüllten „Chop!“. „Chop“ heißt so viel wie aufteilen und somit sollte folglich der Preispool unter den verbleibenden Spielern aufgeteilt werden, allerdings nicht nach Stacksizes, sondern jeder sollte das Gleiche bekommen. Das passte mir natürlich gar nicht. Warum sollte schließlich ich, mit einem Stack von 6000 zufrieden sein wenn jemand mit einem Stack von 500 genau so viel gewinnt. Deshalb stimmte ich nicht zu und so zog ich sehr schnell (neben einem anderen Spieler) den Unmut aller Beteiligten auf mich. Es wird nämlich nur geteilt wenn ausnahmslos alle Spieler damit einverstanden sind.

Die Spieler hörten natürlich nicht auf zu nerven, und da die Blinds auch rapide stiegen und es mehr und mehr ein Glückcspiel wurde stimmte ich dennoch zu, obwohl ich immernoch der Chipleader war, mit mittlerweile knapp über 8000. Es stimmten jetzt also alle zu, dachte ich zumindest. Auf einmal hieß es, ein Spieler möchte trotzdem nicht teilen. Was war denn hier los? Es stellte sich heraus, dass es der Südländer neben mir war und er wollte aus folgendem Grund nicht teilen: Er wollte erst noch, dass ich rausfliege, bevor aufgeteilt wird. Der Grund dafür war auch recht einfach, denn wir hatten diesen Spieler beim Cashgame in den Tagen davor bis zur Weissglut gebracht. Trotzdem ist es schon eine selten dämliche Idee darauf zu hoffen, dass der Chipleader vor einem rausfliegt. Aber wie er meint, soll er sein Glück eben versuchen.

Es wurde also weiter gespielt. Die Blinds wurden erdrückend hoch und stahl ich sie mit ein paar All-Ins immer wieder. Es wurde schließlich nahezu alles gefoldet gegen mich, da keiner rausfliegen wollte. Im nächsten Orbit halte ich dann KJ, und pushe wieder einmal Allin mit ca. 8800. Ein Spieler hinter mir überlegt nun, geschätzte 5 Minuten, ob er mitgehen soll. Und tatsächlich: Er tat es! AQ zeigte er, und das war für mich sehr ärgerlich. Ausgerechnet dieser Spieler hatte neben mir den mit Abstand größten Stack mit ca. 6800. Das Board bringt mir keine Hilfe, und als die letzte Karte gezeigt wurde sprang der Südländer, den wir so geärgert hatten, neben mir auf und feierte als ob er die WSOP gewonnen hätte.

Aber noch war nicht Schluss und ich hatte noch 2000 Chips übrig als die Blinds auf 450 / 900 stiegen. Ich saß aber dummerweise gerade jetzt im Big Blind. Alle folden, der Südländer neben mir, der unbedingt wollte, dass ich rausfliege pushte Allin mit seinen 3,5k und mir bleibt nichts anderes übrig als mit Q4s mitzugehen. Er zeigt AK und wieder kommt keine Hilfe für mich. Das war jetzt natürlich das absolut Schlimmste was passieren konnte, genau gegen ihn auszuscheiden. Man hätte jetzt eine Fräse gebraucht um das Grinsen aus seinem Gesicht zu bekommen.

Letzter Orbit noch Chipleader, und jetzt bin ich tatsächlich draußen. Danach wurde natürlich sofort aufgeteilt, aber ehrlichgesagt musste ich schon selbst schmunzeln wie blöd das Ganze gelaufen ist und gönnte ihm seinen kleinen Erfolg anstatt mich in irgendeiner Weise darüber zu ärgern.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Nobody is always a winner, and anybody who says he is, is either a liar or doesn’t play poker.“

Mein Vegas – Die reichen Kinder aus England

Die nächste Pokersession stand an, diesesmal wollten wir 2/5 im Mirage spielen. Davor haben wir noch das Buffet dort getestet aber mussten einstimming feststellen, dass es sich (bis auf den Preis) absolut nicht mit dem im Bellagio messen kann. Vollgefressen ging es dann also an die Tische.

Normalerweise sind wir es ja gewohnt, dass wir (meistens mit Abstand) die jüngstem am Tisch sind. Diesesmal war es jedoch anders. Zwei junge Kerle saßen am Tisch und sie fielen beide schonmal optisch auf: Nicht nur weil sie nicht gerade schlank waren, sondern vor allem wegen ihrer Kleidung. Der eine war durchgängig, komplett in rosa / grau gekleidet von der 3/4 Hose bis zur Mütze. Der andere sollte ihn jedoch übertreffen. Denn er trug absolut übertriebenen Goldschmuck, überall wo man es sich nur vorstellen konnte. Dazu war jedes dieser Schmuckstücke mit Diamenten nur so zugepflastert: Sonnenbrille, Kette, Uhr, Armband und ein Ring mit einer Fläche von geschätzten 4 cm². Und jetzt kommt das Beste: Dazu trug er ein WSOP 2008 T-Shirt. Jetzt war ich ja wirklich gespannt wie die beiden so spielen. Es folgte jedenfalls gleich eine interessante Hand:

Ich halte 6c8c am Cutoff und erhöhe auf ca. 30$. Der Spieler mit dem WSOP T-Shirt callt mich aus dem SB. Der Flop kommt Ac 4h 7d, also nichts außer ein Gutshot und ein Backdoorflush für mich. Er checkt und ich ziehe natürlich meine Cbet durch. Der junge Engländer callt und checkt den Turn wieder zu mir. Es sollte eine Qs sein, eine schöne Karte für eine 2nd Barrel. Also feuerte ich wieder und der Englänger callte erneut. Der River war ein K und es wird wieder zu mir gecheckt. Perfekte Karte um noch einmal zu feuern! Schließlich glaube ich, dass er tatsächlich die WSOP mitgespielt hat und aus diesem Grund es schaffen sollte ein Ass mit schlechtem Kicker wegzulegen, den genau diese Hand hatte er ziemlich sicher. Ich setze also 180$ in den mittlerweile ca. 220$ großen Pot und der Typ überlegt und überlegt. Er überlegt wirklich sehr lange und stellt mir dann die Frage ob ich ihm denn meine Hand zeige wenn er weglegt.

Diese Frage taucht relativ häufig auf und grundsätzlich gilt hier: Will ich, dass er foldet, dann muss ich sagen: „Ja, ich zeige dir meine Hand.“ Will ich, dass er mitgeht, so verneine ich die Frage. Warum ist das so? Diese Spieler sind einfach glücklich und brauchen eine Bestätigung, dass sie einen guten Fold gemacht haben. Ich verspreche ihm also meine Hand zu zeigen. Er sagt, dass er hier nicht callen kann und foldet offen ein Ass. Ich drehe meinen Bluff um und ernte ein gleich ein paarmal die Worte „Nice Hand!“ von ihm, jedoch mit einem recht ironischen Unterton wie mir schien.

So war mein Abend ehrlichgesagt nicht geplant, ich wollte mir erst später ein verrücktes Image aufbauen, aber was solls. Dann stelle ich eben gleich auf tight um. Aus diesem Grund kann ich leider kaum noch von einer interessanten Hand berichten, aber wie sich herausstellte konnten beide Engländer keine gute Hand (mehr) ablegen. Sie hatten jedoch mit ihren teilweise wirklich dummen Calls immer wieder Glück und so dauerte es recht lange bis zu mindest der rosa Kerl nichts mehr am Tisch hatte. Leider war es keiner von uns der ihn ausgenommen hat, aber ich hätte fast die Chance dazu gehabt:

4 Limper, ich finde mich mit TT wieder und erhöhe aus dem BB auf 40$. Der rosa Engländer und noch ein alter Mann callen mich. Der Flop kommt traumhaft für mich: T96r. Ich sitze in der Mitte, der alte Mann checkt, ich cbette, der Engländer callt und der alte Mann raist unerwartet. Er war zwar tight, dennoch fürchte ich mich hier vor gar nichts. Sollte er wirklich 78 halten, die einzige Hand die mich schlägt, habe ich schließlich noch genügend Outs. Trotzdem gibt es eine Menge Karten die ich am Turn unter keinen Umständen sehen will, weshalb ich mich gleich zum Allin entschied und der rosa Kollege denkt nach ob er callen soll. Sehr sehr lange denkt auch er nach, aber leider wirft er dann seine Hand weg. Angeblich hatte er einen Openender. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass er QJ wirklich weggeworfen hätte. Höchstens vielleicht J8. Der alte Mann callt ohne zu zögern, er war sowieso schon ziemlich comittet durch sein Raise. Er erwähnt aber gleich, dass er Hilfe vom Board braucht. 98 hat er, und er sollte sogar noch Hilfe in Form von einer weiteren 9 bekommen. Dumm für ihn, dass mir diese zweite 9 viel mehr hilft als ihm und so gewinne ich einen sehr schönen Pot.

Weiteres erwähnenswertes gab es leider nicht und so verließ ich nach ca. 3 Stunden Poker das Mirage wieder. Mit meiner sehr zurückhaltenden Spielweise konnte ich immerhin ein Plus von ca. 540$ erwirtschaften.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Life is too long to play bad cards.“

Mein Vegas – Wir schreiben Geschichte im Stratosphere

Nochmals sorry, dass es so lange keine Updates gegeben hat. Ab jetzt habe ich aber erstmal genug Zeit um neue Einträge zu verfassen.

Wie bereits berichtet, kamen wir auf die (im Nachhinein betrachtet) wirklich sehr dumme Idee im Stratosphere 25 Stunden lang Poker zu spielen um an einem 5000$ Freeroll Turnier teilzunehmen. Poker im Stratosphere ist nämlich stinklangweilig. Hier sitzen nur lauter arme Nits herum die Angst um ihren kleinen Stack haben, den sie mit an den Tisch bringen. Es war wirklich Zeit diesem lahmen Laden mal etwas Leben einzuhauchen.

Wir spielten also insgesamt ca. 7 Stunden am Stück dort, allerdings lief es Anfangs gar nicht gut für mich. Ich bekam einfach absolut keine guten Hände und die Schlechten konnte man auch nicht spielen, da man viel zu oft einfach runtergecallt wurde. Schließlich hat jemand, der sich schon fast committet wenn er eine Cbet callt auch keine Angst vor 3 Barrels. Aus Langeweile spielte ich dann auch recht unkonzentriert und viel zu viele Hände und so war ich Zwischenzeitlich sogar knapp über 1000$ down. Und das auf 1/2! Schon eine Schande irgendwie. Nichtsdestotrotz spielte ich ein paar interessante Hände gegen meinen Kollegen bei dem es bis dahin deutlich besser lief. Ein Musterbeispiel sondersgleichen:

Ich bin im SB, mein Kollege im BB. Der Typ aus UTG setzt den Livestraddle, ein paar Leute callen ihn und ich sehe TT vor mir. Da mir sowieso langweilig war, wollte ich mal ganz trickreich sein und callte mit meinen Zehnern ebenfalls nur, da ich mir verdammt sicher war, dass Philipp jetzt mit any 2 richtig dick erhöhen wird. Und meine Gebete wurden erhört! Er erhöhte wirklich richtig schön, und alle stiegen aus bis auf mich. Ich wollte ihn jetzt jedoch nicht 3-Betten, sondern, da ich ebenfalls wusste wie aggressiv er Postflop ist ihn einfach 3 Straßen lang runtercallen. Wahrscheinlich sogar wenn 3 Overcards liegen würden. Der Flop kommt jedoch viel besser als erwartet mit 4-4-8 und ich check / calle seine Cbet. Der Turn ebenfalls eine geniale Karte mit einer 2 und ich checke ebenfalls. Er feuert erneut richtig hart, und da er sowieso nicht mehr viel behind hatte bin ich Allin. Sein schneller Call machte mich jedoch schon sehr stutzig und ich ahnte schon fast was mich in etwa erwartete. Er dreht tatsächlich 24o um und zeigt sein Fullhouse. Ich war danach ca. zwei Minuten lang ziemlich geschockt und irgendwie enttäuscht, dass mein schöner Plan so in die Hose ging. Aber egal, the Show must go on!

Eine Dealerin meinte jedenfalls schon vor dieser Hand zum Tisch am Anfang der Session, dass sie wirklich schon viel gesehen hat. Sie hat Freunde gesehen, die versucht haben zusammen zu spielen, oder andere die sich aus dem Weg gegangen sind und sich einfach gegenseitig nichts getan haben. Aber sie hat noch nie zwei Kumpels gesehen die sich so bekriegt haben wie wir es getan haben. Das Beste sollte sie jedoch verpassen:

Ich war also an meinem Tiefstand angekommen mit ca. 1050 in der Kreide aber wollte dennoch nicht aufhören, obwohl mein Kollege schon Mitleid mit mir hatte, was mir absolut gar nicht gepasst hat. Ich kaufte mich erneut mit dem Maximum von 300 ein. Es konnte doch wirklich nicht so schwer sein etwas Boden wieder gut zu machen. Und ich schaffte es tatsächlich. Ich spielte jetzt tighter, ohne Experimente und konnte drei schöne Bluffs durchziehen und sogar einen Midstack alle seine Chips abnehmen und sollte danach mit etwas über 700$ vor mir dastehen, als ich JJ am Button wiederfinde. Ein paar Limper vor mir, ich erhöhe und mein Kollege 3-bettet mich. Bei ihm lief es wie erwähnt recht gut, und sein Stack war ca. 850$ als es krachen sollte. Ich calle sein Raise in Position und sehe den Flop von Ah Jd 5c. Mein Kollege feuert eine Cbet und ich calle. Der Turn: 5d. Mein Kollege feuert erneut, ich (vorsicht, Expertplay!) Minraise ihn, worauf er Allin geht. Ich calle natürlich und er zeigt AdKd. Der River blankt und der riesen Pot von fast 1500$ wandert zu mir. So schnell kann es gehen. Ich war jetzt sogar knapp im Plus und mein Kollege dafür knapp im Minus. Der Dealer meinte jedenfalls, dass er noch nie einen annähernd so hohen Pot hier erlebt hat, und dass es wohl der Größte war, den das Stratosphere je gesehen hat.

Danach spielten wir noch etwas weiter, allerdings nicht mehr lange und es passierte auch nichts mehr. Ich verlor noch ein paar kleine Pots und so standen wir gegen Ende des Marathons beide leicht im Minus, mit ca. 150$. Als wir dann aufgestanden sind hat uns jedoch ein Amerikaner, der die ganze Zeit mit uns am Tisch saß noch einmal zu sich gewunken. Er wollte sich bei uns bedanken. Er meinte, dass es der absolute Hammer und einfach nur eine Ehre war mit uns zu spielen.

Ich war hingegen nur froh, dass wir jetzt fast alle Stunden zusammen hatten um das Freeroll zu spielen.

Bis die Tage, und denkt immer daran:

„Poker is generally reckoned to be America’s second most popular after-dark activity.  Sex is good, they say, but poker lasts longer.“

Mein Vegas – Bitte etwas Geduld

Tut mir leid, dass es so lange keine Updates gegeben hat aber ich muss sagen, dass ich hier absolut  nicht die Zeit zum bloggen finde. Aber keine Angst, sobald ich wieder zu Hause bin werde ich alles nachholen, denn es gibt sehr viel zu erzählen. Unter anderem:

  • Wir schreiben Geschichte im Stratosphere
  • Poker gegen die reichen Kinder aus England
  • Roadtrip über LA nach San Francisco
  • Poker im MGM (Die Deutschen müssen verrückt sein!)

Bilder werden dann auch so einige folgen.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„I never saw a poker player’s money that I did not like.“

Mein Vegas – Im Venetian

Es sollte wieder einmal ins Venetian gehen, dem wie ich finde mit Abstand schönstem Casino. Zumindest von innen. Hier mal zwei Bilder davon, einmal von außen und einmal vom ersten Stock innerhalb des Gebäudes:

The_Venetian_Las_Vegas

Venedig

Gepokert sollte dort aber natürlich auch wieder werden. Und es wurde ein sehr lustiger Abend, obwohl mich das Venetian ziemlich geärgert hat. Angefangen hat es folgendermaßen: Wir kommen hin, bekommen gleich zwei schöne Plätze an den 2/5 Tischen und ich spiele die ersten Hände. Die Bedienung kommt und fragt was ich trinken möchte, und ich bestelle erstmal eine Cola. Darauf will sie meine „ID“ sehen, und ich frage was das soll, ich wollte schließlich nur eine Cola. Aber sie bestand darauf meine ID zu sehen und ich zeigte ihr daraufhin meinen deutschen Ausweiß. Aber auch der genügte ihr nicht und sie wollte meinen Reisepass sehen, den ich natürlich nicht bei mir hatte. Schließlich wollte ich nur ein bisschen pokern. Auf jeden Fall wurde ich an diesem Abend nicht bedient.

Ich liebe Amerika! Hier kann man sich, ohne irgendwie zu beweißen, dass man bereits 21 ist, mit vierstelligen Summen an einen Pokertisch setzen und problemlos spielen sowie sich den Gewinn auszahlen lassen, aber bekommt nichtmal ein Wasser geliefert weil man seinen Reisepass nicht dabei hat!

Aber egal, beim Poker legte ich ordentlich los und konnte ein paar kleine Pötte gewinnen. Gegen einen ziemlich schlechten Spieler kam es dann zum Allin. Ich halte AQ, aber ziehe gegen seine Jacks den kürzeren. Normal gehe ich mit AQ nicht Allin, aber hier war es angebracht. Der Spieler war eher Short, ich saß am Button und committete mich schon fast vor dem Flop mit meinem Raise, nach geschätzten 6 Limpern. Ich verlor den Flip, und kaufte direkt nach. Der Floorman war jedoch noch mit meinen Chips unterwegs als ich mich mit 44 und einem Raise aus EP wiederfand. Ich fragte noch kurz beim Dealer nach, ob ich die Chips bereits einsetzen kann, auch wenn sie noch nicht vor mir liegen und er sagte ja, das ist in Ordnung. Ich callte also, sah einen 48T Flop und stackte auf den einfachsten Weg einen Typen mit zwei Assen. So schnell war ich also wieder in der Gewinnzone.

Jetzt eine wirklich schöne Hand: Ein typischer Pokerspieler aus Vegas limpt in EP: Mitte dreißig, braungebrannt, aufgepumpt, riesen Klappe und folglich ein riesen Ego. Ich sitze am Button, und nach einem weiteren Limper erhöhe ich auf 40$. Der Flop kommt KK9r und der Typ meinte zum Tisch „Schauen wir mal ob der junge Kerl den dritten König hat“ und donkt ca. 60$ in mich rein. Ich überlege ein Stückchen und entschließe mich zu einem Minraise auf 120$. Jetzt steht er auf und überlegt und überlegt. „Ich denke meine beiden Damen sind hier nicht mehr gut“, meint er und foldet offen QQ! Ich will meine Karten verdeckt weglegen als er mich fragt, ob ich ihm denn meinen König zeige. Ich dachte mir so, ok… aber nur weil er es ist zeige ich den König, und drehe 65o um. „Du lässt mich hier aussehen wie einen Idioten!“ hat er recht laut gemeint und der Tisch war ziemlich amüsiert. Jetzt war sein Mundwerk natürlich nicht mehr zu stoppen, und er kommentierte plötzlich jede Aktion von mir und drohte, dass er mich noch ausnehmen wird und er es gar nicht abwarten kann bis wir wieder in eine Hand verwickelt sind. Aber um es vorweg zu nehmen: Dazu kam es leider nicht. Ich musste gegen Ihn jetzt schließlich auch auf eine, wenigstens einigermaßen, gute Hand bauen aber die war schwer zu bekommen. Also musste ich die schlechten spielen und das nächste Highlight sollte folgen:

Ich halte 45o in LP und calle die ganzen Limper. Der Flop kommt 2c3s6s. Die Nuts für mich! Und es passiert einiges. Ein Spieler erhöht, ich raise, ein Spieler dahinter callt, und der ursprüngliche Raiser callt auch. Turn ist die Qh, perfekte Karte für mich, da ich weiterhin die bestmögliche Hand halte. Slowplay ist natürlich ausgeschlossen und ich schiebe am Turn alles in die Mitte und werde von einem Spieler gecallt. Der Pot ist fast 1400$ groß, der Gegner zeigt, wie ich es fast befürchtete 66 und hat noch 18% zu gewinnen. Am River kommt die zweite Q und ich muss einen wirklich üblen Bad Beat gegen sein Fullhouse hinnehmen.

Aber eigentlich wars mir ziemlich egal, ich war mit meinem Abend sehr zufrieden, da ich sehr ordentlich gespielt habe und konnte trotz einem derben Beat und einem verlorenen Coinflip noch leicht im Plus mit ca. 40$ abschneiden. An einem anderen Tag hätten das auch 2000 sein können.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„If you always start with the worst hand, you never have a bad-beat story to tell.“

Mein Vegas – Das MGM

Nachdem ich mich im Stratosphere wirklich nicht mit Ruhm bekleckert hatte war es mal wieder Zeit für richtiges Poker. Nachdem wir ein bisschen den Strip entlang gelaufen sind haben wir uns dann dazu entschieden im MGM ein paar Runden zu spielen. Ein insgesamt sehr schöner Pokerroom, mit ein paar kleinen organisatorischen Macken. Ich und mein Kumpel wollten gerne am selben Tisch 2/5 spielen und unser Wunsch wurde gerne berücksichtigt. So fanden wir uns nach wenigen Minuten an einem neu gestarteten Tisch und nachdem ich die ersten Chips gesammelt habe kam auf einmal der Floorman, bzw eine von Mc Donalds recht geprägte Frau, und fragte ob hier ein „George“ ist. Damit meinte sie mich, und ich fragte was los ist worauf sie sagte, dass ich mich an einen anderen Tisch setzen muss. Ich wollte wissen warum, und fragte obs denn keine Möglichkeit gäbe, dass ich an dem Tisch bleiben kann. Aber sie verneinte mit der Begründung, dass es ein „must change“ ist. Was immer das auch heißen mag. Ich packte also meine Chips und setzte mich an den anderen Tisch und bat den Floorman mir bescheid zu geben wenn ich mich wieder an den alten Tisch setzen kann. Keine Fünf Minuten später kam sie wieder zu mir und meinte, dass es jetzt möglich ist, und ich mich gerne wieder zurücksetzen könnte. Mir wars jetzt zu blöd, und da mein neuer Tisch gespickt war mit schlechten Spielern bin ich dann dort geblieben.

Allerdings war ich ziemlich neben der Kappe und traf ein paar sehr dämliche Entscheidungen. Ich war einfach unkonzentriert und so passierten mir ein paar Fehler, die mir in der Regel nicht unterlaufen. So spielte ich Hände teilweise inkonsequent, andere überspielte ich wiederum. Einmal war es sogar gut, dass ich meine Queens überspielt habe, denn ich konnte damit zwei Könige beim Preflop All-in knacken. Auf den Flop von A-K-2 sollten tatsächlich noch der J und die T folgen. Trotzdem ärgerte ich mich sehr über meine dumme Entscheidung die Queens nicht einfach abzulegen, denn dieser Spieler hätte niemals mit einer schlechteren Hand vor dem Flop Action gemacht. Aber die Rache für mein schlechtes Spiel sollte noch folgen. Ein japanischer Geschäftsmann gesellte sich zu uns und saß zwei Plätze vor mir. Er war der schlechteste Spieler, den ich bis dahin gesehen habe! Er ging einfach alles mit, kaufte jedesmal wieder mit Freude nach und lachte die ganze Zeit nur. Er war mir wirklich symphatisch, das Geld war ihm völlig egal, er wollte einfach nur ein bisschen Spass haben, und den hatte er. Einmal callte ich ihn mit Buttom Pair runter bis zum River. Ein Pot von ca. 500$, er zeigte mir einen Gutshot. Dann kam es zum größten Pot, den ich mit ihm spielte. Ich halte Q5 gegen ihn IP und der Flop kommt Qc8s5h. Er checkt, ich bette, er raist, ich gehe All-In und er callt. Ich fragte ihn ob er mit einem Showdown einverstanden ist und er drehte gerne seine Karten um: Qh4h. Der Pot war ca. 1300$ groß und auf dem Turn folgte die 6h. Die ziemlich dümmste Karte die kommen konnte und ich ahnte schreckliches. Der River war zu meinem Ärger aber auch ein bisschen zu meiner Erleichterung die 8c. Der Japaner grinste weiter, sagte mir, dass ich eine sehr schöne Hand habe und holt schon die nächsten Scheine raus und will die Chips zu mir schieben. Der Dealer macht ihn aber natürlich darauf Aufmerksam, dass es einen Split Pot gibt und somit kein Gewinn für mich und der Japaner bekommt ziemlich überraschend für ihn seine Chips zurück.

Nach und nach verlassen uns die Spieler jetzt, und es sitzen teilweise nur noch 5 Leute dran. Da kommt Freude bei mir auf, ich liebe schließlich shorthanded, was auch der Grund ist warum ich Action ohne Ende gemacht habe und meinen Stack auf ca. 1,3k ausbauen konnte. Ich rechnete jetzt jederzeit damit, dass ein Spieler zurück spielen wird, da sie sich in der letzten halben Stunde gewaltig von mir herumschubsen haben lassen. Es ereignete sich die folgende Hand: Ich halte AQ, drei Limper vor mir und ich erhöhe auf 40. Der Button callt, und auch der Japaner ist dabei. Der Flop kommt Qh8h2c. Der Japaner checkt, ich cbette ca. 80 in den Pot von 130 und der Button pusht mit seinem kompletten Stack, über 500 Allin. Der Japaner foldet und ich stehe vor einer richtig schwierigen Entscheidung. Normalerweise werfe ich hier weg, aber dadurch, dass ich so viele Pots in letzter Zeit eingestrichen habe, gerade auch gegen diesen passiven Spieler der jetzt Allin ging lies ich mich zum Call verleiten. Er zeigte sein Set und ich bin nahezu Drawing dead. Mein mühsam aufgebauter Stack ist also fast wieder dahin und da wir kurz danach sowieso aufhören wollten konnte ich noch etwas über meine Entscheidung grübeln. Mein Kollege meinte dann, wäre der Fisch nicht mehr hinter ihm gesessen und wäre ich nur Heads-up mit dem BTN gewesen, wäre ein Call gut gewesen. So wäre es aber ein Fold, und ich glaube damit hat er absolut recht. Nichtsdestotrotz war es auch sehr gut gespielt von ihm, die meisten Spieler callen ihre Monster in der Regel nur. Aber wieder etwas gelernt, ich verließ mit einem Plus von ca. 270 das Casino und ärgerte mich ziemlich, da ich locker wieder im vierstelligen Bereich hätte landen können wenn ich mich einfach etwas besser konzentriert hätte. Ich glaube hier hat auch etwas Schlafmangel eine gewisse Rolle gespielt.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Poker is generally reckoned to be America’s second most popular after-dark activity.  Sex is good, they say, but poker lasts longer.“

Mein Vegas – Eine möglicherweise sehr dumme Idee

Der Start verlief für mich, wie berichtet, einfach grandios und ich konnte bisher richtig gut gewinnen. Wer glaubt, dass es immer so weitergehen kann der ist einfach nur naiv oder spielt definitiv kein Poker. Es sollte also ein zumindest pokertechnisch gesehen richtig mieser Tag für mich folgen. Hier wie es dazu kam:

Nach dem wir erst Downtown ein bisschen unterwegs waren und schon wieder recht früh in unserem Hotel zurück waren fiel uns dort ein Zettel auf: Ein 5000$ Freeroll Pokerturnier, welches alle zwei Wochen statt findet und bei dem jeder mitmachen darf, der insgesamt 25 Stunden Poker im Stratosphere spielt. Sonst hat man keine Möglichkeit sich dafür einzukaufen. Da pokertechnisch wirklich nicht viel los ist in unserem Hotel, sondern in der Regel höchstens zwei Tische laufen und wir auch glauben, dass die meisten Leute einfach nicht lange genug in Vegas sind um daran teilnehmen zu können rechnen wir also damit, dass sich höchstens 20 Spieler dafür qualifizieren werden. Also insgesamt gute Gewinnchancen da sein sollten für uns, auch wenn wir beide absolut keine Turnierspieler sind.

Aus diesem Grund wollen wir jetzt also 25 Stunden in unserem Hotel mit Poker verbringen. Leider wird hier immer nur 1/2 gespielt. Aber was solls, zur Abwechslung und zur Entspannung tut das sicherlich auch mal ganz gut. Dachte ich zumindest. Es folgte ein Abend, an dem bei mir gar nichts ging. Aber wirklich absolut null. Es war wohl die Rache für den Tag davor, an dem bei mir nahezu alles klappte.

Ich wusste an dem Abend nichtmal so richtig warum ich relativ viel verloren habe, aber es stimmte einfach das Timing nicht, bzw. konnte man die Gegner mit nichts schocken, da sie grundsätzlich alles bezahlt haben. Natürlich nur nicht dann wenn ich mal eine Hand hielt. Bzw, hielten sie dann eine bessere. Beispiel gefällig?

Ich halte KK und erhöhe, wie sehr viele Hände davor auch, vor dem Flop. Es folgt ein Flop von Th-7h-2c. Ich spiele meine Cbet und mein Gegner (mit ca. 170 vor sich) callt. Der Turn ist ein Jd. Ich feuer weiter, mein Gegner callt. Der River soll eine Qd sein. Eine Karte, die mir irgendwie gar nicht gefällt. Mein Gegner hat aber nur noch halben Pot vor sich, und da der Flush auch nicht ankommt bleibt mir natürlich nichts anderes übrig als alles noch reinzustellen. Mein Gegner zeigt mir QJ für two Pair, und ich staune nicht schlecht und meine nur „Wow, das war wirklich glücklich“. Er darauf: „Nein, das war kein Glück. Das war gut gespielt. Du erhöhst die ganze Zeit, du kannst gar keine Hand haben!“. Ich zeige ihm meine Kings und er, eigentlich auch ein relativ solider Spieler, entschuldigt sich ganz freundlich dafür und sah ebenfalls ein, dass es einfach nur Glück für ihn war.

Eine weitere Hand, die man einfach unter der Kategorie „dumm gelaufen“ abstempeln kann war folgende: Vor mir wird erhöht, ein Spieler geht noch mit und ich calle in Position mit 2d3d. Der Flop kommt: 2h-8d-Kd und der Raiser setzt gleich. Der andere Spieler foldet und ich calle. Der Turn: 4c. Der Spieler setzt und ich calle. Der River: 3s und ich halte jetzt two Pair. Mein Gegner setzt erneut eine sehr hohe Bet von ca. 90 in den 110er Pot. Ich habe nur noch 140 behind und stehe vor der Entscheidung ob ich nur mitgehe oder Allin gehe. Für mich war das klar, ich pushe natürlich Allin und werde sofort gecallt von Ad5d. Auch wenn mein Kollege am Tisch meinte, dass ich meine Hand überspielt habe, so würde ich sie denke ich jederzeit wieder so spielen. Mein Gegner war unbekannt, und ich habe bisher eigentlich noch nie gesehen, dass ein Live Spieler hier in Vegas seinen Draw so aggressiv spielt. Natürlich setzen die Spieler vor allem am River eigentlich nur so viel wenn sie tatsächlich die Nuts halten. Allerdings haben viele auch absolut kein Gefühl dafür, was die Nuts sind und machen das auch mit AA, AK oder sogar noch schlechteren Händen. Sehr gut gespielt jedenfalls von meinem Gegenüber und ich befand mich am Ende des Tages alles in allem ca. 850$ im Minus. Eigentlich ist das wirklich etwas peinlich für mich, aber solche Tage gab es schon immer und wird es noch sehr häufig geben. Ein guter Spieler wird damit umgehen können, mal sehen wie es bei mir weitergeht. Ich hoffe nur, dass es sich wirklich auch lohnt das 5k Turnier zu spielen, aber wie ich das kommen sehe werden wir beide nach kurzer Zeit rausfliegen. 6 Stunden von 25 haben wir jedenfalls bisher auf dem Konto und jetzt ziehen wir das auch durch.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Losing is like smoking.  It’s habit forming.“

Mein Vegas – Das Bellagio

Nicht nur wegen der Filme Oceans Eleven und Oceans Thirteen ist dieses Casino eines der bekanntesten in Las Vegas. Natürlich mussten wir hier auch unbedingt mal vorbeischauen. Leider trafen wir aber weder George Clooney, noch Phil Ivey oder einen sonstigen Pokerprofi an, die dort im sogenannten Bobbys Room ab und an zu finden sind. Dennoch gibt es einiges zu berichten!

Erstmal wollten wir uns den Bauch vollschlagen, und da wir gehört haben, dass das Buffet dort absolut überragend sein soll, stellten wir uns also mit in die riesige Schlange davor und mussten ca. 30 Minuten warten bis wir einen Platz bekommen haben. Dieses Buffet hatte zwar seinen Preis aber war wirklich der absolute Hammer. Die Auswahl ist gigantisch gewesen und der Geschmack ebenso. Vieles davon, wie zum Beispiel die Königskrabben aus Alaska habe ich dann auch probiert aber manches auch lieber sein lassen. Ich habs einfach nicht übers Herz gebracht geröstete Frösche zu essen. Danach ging es natürlich, wie sollte es auch anders sein, direkt zum Pokerraum.

Am Tag davor hatte ich Blut geleckt und deshalb kam hier nur wieder 2/5 in Frage. Nach etwas Wartezeit durfte ich dann auch mit meinem Kollegen am selben Tisch sitzen. Sein Pech dabei: Ich hatte direkte Position auf ihn, und so kam es zu ein paar netten Händen zwischen uns. Es ging auch erstmal Richtig gut los für meinen Kumpel, der mit AA alles gegen Könige in die Mitte brachte und auch gewonnen hat. Aber auch ich konnte einige kleine Pötte durch Cbets gewinnen und recht schnell meinen Stack auf ca. 700 ausbauen. Ich erhöhte wieder sehr sehr viel, und spielte auch nach dem Flop wieder aggressiv ohne Ende. Und das mit Erfolg!

Als ich jederzeit damit rechnete, dass jemand zurück spielt, bekam ich AA und erhöhte kurz vorm Button. Ein Japaner callte mich am BTN und wir sahen den Flop von As Js 2c. Die Nuts für mich, und ich ziehe meine Linie nach seinem Check weiter durch und spiele hart an. Wie ich es fast erwartete checkraiste er mich auf 170. Ich sehe immer noch keinen Grund zum Slowplay, gerade wegen meinem Image und gehe nochmal drüber und der Japaner stellt daraufhin tatsächlich alles in die Mitte. Checkpot für mich, ich calle und zeige meine Asse und der Japaner, sichtlich frustriert knallt 22 in die Mitte. So stark schätzte ich ihn ehrlichgesagt wirklich nicht ein und somit war die Hand etwas glücklich für mich, aber ein schlechtes Gewissen hatte ich deshalb bestimmt nicht. Es sollte jedenfalls nicht die letzte Hand sein gegen diesen Japaner.

Kurz darauf eine interessante Hand gegen meinen Kumpel mit dem ich dort war. Er erhöhte in EP und ich halte direkt dahinter AhKd. Um unberechenbar zu bleiben und den Überraschungseffekt auf meiner Seite zu haben calle ich nur und wir sehen den Flop von Ks-Ts-3h. Er cbettet und ich Raise den Flop. Er überlegt und callt meinen Raise. Der Turn ist die 3s und er checkt zu mir. Ich wollte daraufhin eine richtig dämliche Bet machen, damit er überhaupt nicht mehr weiß wie er dran ist und setzte 100 in den Pot von etwas über 300. Er überlegte ein Stückchen, aber foldete dann. Lustigerweise hatte er ebenfalls AK, nur gegen den Vorteil der Position kommt man einfach nur schwer an. Der Rest des Tisches verstand jedoch nicht, wie man nur so gegen jemanden spielen kann mit dem man befreundet ist. Aber mir macht gerade das mit am meisten Spass, und mein Kollege sieht das ganz genauso.

Zurück zum Japaner: Ich halte in First Position AKs in erhöhe damit. Drei dahinter geht der Japaner vor dem Flop drüber. Er war wegen der Hand davor schon recht schlecht drauf, deshalb musste ich gegen ihn mit dieser Hand bestimmt nicht vorsichtig sein und stellte einfach alles rein. Er überlegte ein Stückchen und callte schließlich. Das Board kam K-K-Q-9-2 und der Japaner muckte seine Jacks oder Tens. Etwas anderes konnte es jedenfalls gar nicht sein, auch aufgrund seiner Reaktion danach. „Do you really think AK is a good hand?“ Dann winkte er ab, dachte denn er wirklich, dass er damit gegen meine Hand ein Favorit sein kann? Das absolut Letzte was mir einfallen würde wäre ihn zu bluffen.

Dafür mussten schon andere herhalten, und kurze Zeit später erhöhte ich (mal wieder) mit A3 vom CO. Der Button machte eine 3-Bet und ich hatte jetzt folgenden Gedankengang: AA, KK habe ich ihn preflop eher slow spielen sehen. Eine Hand wie QQ, JJ, TT kommt also sehr in Frage. Diese Spieler sind jedoch so ängstlich, dass sie zumindest mit Jacks und Tens vor dem Flop sehr selten alles reinstellen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich shovte drüber mit folgenden Hintergedanken: Falls ich wirklich gecallt werde, habe ich immernoch knapp über 30% Chance zu gewinnen. Wenn der Tisch dann noch meine Hand sieht werden sie mich für komplett neben der Spur halten und ich würde garantiert noch die ein oder andere Auszahlung bekommen. Der BTN überlegte lange und callte dann tatsächlich. Das Board kommt klein und obwohl ich eine drei getroffen habe reicht es nicht zum Sieg gegen seine Jacks. Der Tisch schaute mit großen Augen meine Hand an.

Kurze Zeit später sollten sie mich für komplett durchgedreht halten. Mein Kumpel raist vom BTN. Ich 3-bette ihn mit Q4s. Der Flop kommt K-T-8. Ich spiele eine Cbet, er callt. Turn blanked und da ich weiß, dass er nahezu alles halten kann aber bestimmt keinen guten König hat feuer ich weiter und setze 120 in den 210er Pot. Er foldet seine Hand und ich decke offen meinen gnadenlosen Bluff auf. Jetzt stichelte selbst der Dealer gegen mich, als ich wenig später auf einem A-9-2 Board eine Cbet spielte mit T9s und mein Gegenspieler weggeworfen hat. Er meinte so: „Ich weiss 100%ig, dass du nichts hast, aber ich kann hier trotzdem nicht weiterspielen.“ Darauf ich: „Jedesmal wenn ich erhöhe halte ich Asse.“ Und dann der Dealer mit einem leichten Grinsen im Gesicht: „Ja, entweder Asse oder Q4!“

Obwohl ich schon gut im Plus war, kam jetzt die Zeit die Saat zu ernten und es kam zum grandiosen Finale wiedermal gegen den Japaner. Ich halte 66 und calle seine Erhöhung vor dem Flop. Das Board kommt K-6-9. Ich bin OOP und checke zu ihm. Leider checkt er auch nur. Der Turn kommt: 6. Quads für mich, und ich habe schon kurze Zeit Angst, dass ich keine Auszahlung mehr bekomme. Ich checke, er spielt an und um so richtig zu tun als ob ich gar nichts habe raise ich ihn sehr hart für das Board von 30 auf 110. Der Japaner überlegt lange aber geht dann trotzdem mit. Schließlich kann ich nicht schon wieder eine Hand halten. Der Pot ist jetzt ca. 250 groß, der River ist eine totale Blank, ich glaube es war eine 2. Ich überlege nicht lange und overbetshove für weitere 350 die der Japaner bringen müsste den River. Er überlegt, und überlegt. Sagt dann aber letztlich tatsächlich „Call!“ und ich halte ihn meinen Vierling vor die Nase. Er hatte hier garantiert nichtmal einen König. Er muckte zwar aber ich bin mir absolut sicher, dass er nur mit ein paar Tens oder Jacks hier mitgegangen ist. Seine Reaktion darauf war jedenfalls, dass er sich sofort wieder mit 500 nachkaufte.

Ich hätte jetzt eigentlich noch die ganze Nacht bleiben sollen und einfach nur mein Image spielen sollen. Aber die Konzentration lies, auch aufgrund des mittlerweile 5ten Coronas, nach und ich hatte jetzt eher Lust zu feiern anstatt weiter zu spielen. Schließlich war ich jetzt sogar zwar nur sehr leicht, aber immerhin 4-stellig im Plus. Auch mein Kollege hat ganz gut gewonnen und es sollte noch das ein oder andere Bierchen später dabei draufgehen. „Better luck next time!“ wünschte mir noch einer der Spieler, und mein Kumpel meinte nur, dass ich die ganzen enttäuschten Gesichter hätte sehen sollen, als ich dann aufgestanden bin. Aber es gibt ja bestimmt ein nächstes mal! Jedenfalls hatte ich noch nie so viel Spass am Spiel wie an diesem Abend und es war einfach nur lustig von allen für den größten Idioten gehalten zu werden, der absolut nicht weiß was er da eigentlich tut.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„If you can’t spot the sucker at the table… It’s probably you!“

Mein Vegas – Der japanische Angsthase

Langsam aber sicher gewöhnt man sich hier an alles. Anfangs war vor allem „die Wand“, bestehend aus extrem heißer und trockener Luft, gegen die man jedesmal läuft wenn man sich nach draußen wagt sehr gewöhnungsbedürftig. Ebenso wie die Tatsache, dass es in den Casinos teilweise richtig kalt ist aufgrund der zu hoch eingestellten Klimaanlagen. Aber wir sind ja nicht aus Pappe und haben sonst eigentlich keine weiteren Sorgen!

Tag 2 u. 3 verbrachten wir Nachmittags jedenfalls in Outletcentern. Es war schon wirklich unglaublich, was man hier alles kaufen konnte und zu welchen Preisen. Ich habe zwar Klamotten ohne Ende aber man kann einfach nicht widerstehen wenn man dann hier ist und MUSS einfach kaufen. Nächstes mal fliege ich am besten mit einem leeren Koffer hierher und kaufe alles erdenkliche ein für ein paar Dollar. Zum Beispiel beliebige Adidas und Puma Schuhe für 30$, drei Billabong T-Shirts für 30$, Poloshirts von Hilfiger, etc für 25$, und so weiter. Es gibt hier absolut jede erdenkliche Marke und man wird irgendwie zur Frau. Ich habe mich zwar noch einigermaßen zurück gehalten, aber meine beiden Kollegen mit denen ich unterwegs war haben richtig dick zugeschlagen. Man könnte sogar ohne Koffer anreisen, denn selbst die gibt es z.B. von Samsonite für verhältnismäßig sehr wenig Ecken.

Abends ging es dann natürlich wieder zocken. Nach einem mäßigen Buffet im Sahara setzten wir uns dort an die Tische, bzw. hatten wir das vor, aber da gerade ein Turnier angefangen hatte sah es schlecht aus mit Cashgame. Deshalb haben wir uns dazu entschieden mit etwas Verspätung noch ins Turnier einzusteigen. Es war ein 45$ Turnier mit einem Rebuy. Ganz schlechte Idee! Eine Struktur die für den Arsch war und ich habe mich schon ein bisschen geärgert, dass ich das Geld nicht lieber auf irgend eine Zahl beim Roulette gesetzt habe. Denn dort hätte man bedeutend weniger Glück brauchen müssen um zu gewinnen. Aber was solls, nachdem ich draußen war, fand ich dann sehr schnell einen Cashgametisch.

Ich spielte diesesmal sogar nur 1/2 und es lief die ersten drei Stunden absolut bescheiden. Normal macht es mir ja nichts aus, wenn ich Carddead bin, da ich es recht gut drauf habe wenigstens so zu tun wie wenn ich ab und zu eine starke Hand habe, aber hier ging wirklich Null. Beziehungsweise mussten die Gegner wohl wirklich getroffen haben ohne Ende denn ich bekam nahezu jedesmal gewaltige Gegenwehr. Aber was solls, ich bin erfahren genug um damit umzugehen und vor allem auf 1/2 war es mir relativ egal, denn insgesamt war ich selbst zu meinem Tiefstand nicht mal 300$ down. Es folgte dann eine Stunde der Entschädigung in der mir alles gelungen ist! Viele kleine und mittlere Pötte wanderten zu mir und ich war nach kurzer Zeit 300 Dollar up. Allerdings auch etwas glücklich, denn ich habe einen Shortstack mit nicht ganz 100$ gewaltig ausgesuckt. Ich hielt AhQd und er ging mit seinen verbleibenden Dollarn All-In gegen mich auf einem Qh-Th-9d nach meiner Cbet. Ein Fold kam aufgrund seines Stacks natürlicht nicht mehr in Frage aber ich konnte mir noch den Backdoorflush zusammenbasteln im Showdown und er war sehr angepisst und konnte es gar nicht glauben noch zu verlieren mit seinem KJ und der gefloppten Straße. Danach aber die gleiche Leier wie zu Beginn und ich beendete den Tag alles in allem mit sagenhaften 5 Dollarn im Plus und einer Erkenntnis: Nie wieder Poker im Saraha! Sie haben hier nichtmal Mischmaschinen, weshalb man um einiges weniger Hände in der Stunde spielen kann als sonst irgendwo. Dazu wirkte alles eher alt und folglich machte es hier nicht so richtig Spass.

Der nächste Abend sah da schon ganz anders aus: Poker im Venetian! Ein wirklich geniales Casino mit einem überragenden und sehr großen Pokerraum in dem alles sehr gut organisiert war. An diesem Tag sollte es dann endlich mal ein „richtiges“ Limit sein mit 2/5. Ich wurde also an einen Tisch gesetzt und kaufte mich, wie üblich mit 100BB’s (also 500$) ein. Ich schaute mich natürlich erst mal um was die anderen so vor sich liegen haben, aber was zur Hölle war das?! Nahezu der komplette Tisch hatte 1000$ und teilweise sogar noch mehr vor sich liegen! Wenn man dann noch die viel größeren Erhöhungen mit berücksichtigt, die live einfach notwendig sind handelte es sich hier praktisch gesehen also um mindestens NL1k. Gut, dass ich auch mit diesen Summen schon etwas Erfahrung habe und auch wenn mich der Verlust eines Stacks schon sehr gestört hätten war es trotzdem kein „scared Money“ für mich. Zudem ist es auch absolut nicht meine Spielweise in irgendeiner Form ängstlich zu sein. Es war eigentlich das komplette Gegenteil der Fall:

In den ersten 30 Händen fegte ich wie ein Tornado über den Tisch und nach ungefähr 45 Minuten gab es einen neuen Chipleader mit über 1,6k vor sich. Nicht nur der komplette Tisch konnte seinen Augen kaum trauen, auch ich war schon recht überrascht wie gut es laufen kann. Ich gewann erstmal jede Hand die ich gespielt habe. Jedesmal ohne Showdown, bis auf einmal als ich mit AJ einen Shortie ca. 250$ auf einem KxxJx Board abgenommen habe. Nach kurzer Zeit saß ich mit etwas mehr als 900 am Tisch, als es zu folgender Hand kam: Ich bekomme Th7h am Button, vor mir wird aus UTG+1 erhöht und einmal gecallt. Ich calle ebenso und beide Blinds hinter mir sehen sich, wie so oft, den Flop auch mit an: 2h 6h 7c

Meine Situation war jetzt die folgende: Ich hab eine sehr starke Hand, die entweder als beste Hand in den Showdown geht gegen sämtliche Draws oder gegen eine Hand die mich derzeit schlägt noch mit hoher Wahrscheinlichkeit die beste Hand macht. Ebenso wusste ich natürlich auch, dass mir nicht mehr viel Kredit gegeben wird wenn ich jetzt erhöhe, da es für die Spieler natürlich unmöglich sein konnte, dass ich schon wieder etwas hatte. Und es lief absolut perfekt: Alle checken zu mir, und ich mache eine sehr sehr hohe Bet von 100$ in den Pot von ~110 um so zu wirken als ob ich nur stehlen wollte. Es folgte dreimal Fold, aber ein Gegner raiste mich, wie ich es erwartete, auf 280$. Ich musste nicht lange überlegen bis ich All-in bin, denn ein Set habe ich nahezu ausgeschlossen bei ihm. Dieses würde er niemals so hoch raisen sondern definitiv langsamer spielen. Er überlegte aber ebensowenig mit seinem Call und der Dealer deckte die fehlenden Karten schneller auf als ich schauen konnte: Ah, Qc. Ich war dran mit zeigen, und drehte meinen Flush um und mein Gegner sichtlich enttäusch und sehr verärgert schmiss seine Karten verdeckt in den Muck. Er wollte mir nicht verraten was es war, aber ich hörte ihn dann etwas von einem Open-ended-Straightdraw zu seinem Nachbarn flüstern, was ich mir wirklich sehr gut bei ihm vorstellen konnte. Genau dagegen wollte ich Allin kommen und genau dagegen hatte ich die mit Abstand besten Chancen zu gewinnen. Ich bin mir auch wirklich recht sicher gewesen, dass selbst die 7 mit meinem T Kicker zum Sieg gereicht hätte.

Ab dann lief allerdings nichts mehr bei mir zusammen und es folge später eine Hand die mich sehr ärgerte: Ich verlor einen Stack mit 5h8h auf einem 2h3hTc4h Board gegen einen Japaner. Er checkraiste meine Bet von 80 am Turn auf 180 und ich hätte es wirklich besser wissen müssen, dass er das niemals mit einer schlechteren Hand als dem Flush macht. Er war neu am Tisch und mein Gedankengang war folgender: Wenn ich jetzt pushe ist er möglicherweise so ängstlich einen Flush, der nicht sehr hoch ist, zu folden. Auf der anderen Seite dachte ich mir kann er schlecht genug sein um meinem Push zu callen mit einer Hand wie AhAc oder KhKc. Ich pushte also Allin und der Japaner überlegte ungelogen mindestens 5 Minuten ob er callen soll. Ich fühlte mich schon als der sichere Sieger als er dann trotzdem „Call“ sagte und im Showdown erstmal noch eine Minute lang das Board angesehen hat nachdem ich meinen Flush gezeigt habe. Dann drehte er KhQh um und war sich glaub ich immer noch nicht sicher ob er wirklich gewonnen hat. Hätte ich mich nicht so darüber geärgert, dass ich diese Hand so schlecht gespielt habe und 500 verloren habe wäre ich wahrscheinlich vor lachen zusammengebrochen. Aber was solls, die Hand zeigte nur abermals wie ängstlich die meisten Spieler sind auch wenn man ihn normal wegen einem Slowroll hätte verwarnen müssen.

Alles in allem ging ich dann mit Knapp über 500 Reingewinn trotzdem recht zufrieden nach Hause und auch in der Gewissheit, dass es bei meinem Spiel immer noch etwas zu verbessern gibt.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„In poker, money is power.“

Nächste Seite »


Kategorien

Blog Stats

  • 69,580 hits