Archiv für Februar 2010

Es muss sich etwas tun…

Momentan lebe ich pokertechnisch einfach so in den Tag hinein und sehe was auf mich zu kommt. Vielleicht verliere ich, vielleicht gewinne ich, irgendwie ist es mir derzeit einfach egal. Ein bißchen Selbstzufriedenheit hat sich eingeschlichen obwohl es nichtmal so gut lief in den letzten Wochen. Das hat zur Folge, dass ich teilweise mein bestes Poker spiele, aber teilweise auch einfach nur beschissen schlecht und unkonzentriert. Das endet in Sessions in denen ich viel zu viele Dinge ausprobiere von denen ich eigentlich weiß, dass sie nicht funktionieren.

Also: Ich brauche ein neues Ziel, eine neue Herausforderung. Ich überlege gerade noch was ich genau erreichen will und vor allem auch was ich realistisch erreichen kann innerhalb des nächsten Jahres. Eine neue Challenge wird folglich bald starten. Ich hoffe, dass kommende Woche alles klar ist. So eine Challenge ist denke ich auch für euch Leser einfach schöner. Bis dahin aber noch etwas Geduld bitte!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„A king can do no wrong… unless it runs into an ace.“

Mein Boden der Tatsachen

Letzte Woche wollte ich es also wissen und versuchte mein Glück auf den hohen Limits. D.h. ich spielte alles ab 2/5 Pfund über 3/6 Euro und 5/10 Dollar bis hin zu 5/10 Pfund. Leider, leider mit mäßigem Erfolg um es einmal vorsichtig auszudrücken. Die bessere Formulierung wäre, dass ich in dieser Woche richtig auf die Fresse bekommen habe. Ich fühlte mich zwar gut genug aber dennoch lief es einfach nur schlecht. Das heißt, dass es Cold Decks am Stück hagelte und ich dann als Folge davon alles andere als mein bestes Spiel zeigte.

Hier ein paar symptomatische Hände:

Die letzte Hand beschäftigte mich wirklich sehr. Es war eine der dämlichsten Hände die ich je gespielt habe, und obwohl mir viele gute Spieler versicherten, dass mein Call korrekt war, und dass man eine solche Hand, vor allem in den Sekunden am Tisch nicht folden kann denke ich, dass sich im Poker genau in diesen Situationen die Spreu vom Weizen trennt. Ein richtig guter Spieler hätte hier einen Fold gefunden, denn Niemand wäre verrückt genug um diesen River zu bluffen.

Aufgrund dieser Verluste wurde dann auch mein Spiel merklich schlechter und so folgten noch zwei schöne Hände im Tiltmodus:

Und letztlich brach ich sogar meinen bisherigen Rekord mit den höchsten Verlusten an einem Tag.

Aber ok, damit musste ich rechnen. Ich bereue es jedenfalls nicht es versucht zu haben und ich werde es garantiert wieder tun wenn ich denke, dass der Zeitpunkt dazu gekommen ist. Bis dahin werde ich weiter die Midstakes grinden und die hohen Limits shotten wenn ich sehr gute Tische finde.

Dummerweise sollte mir dann nicht einmal mehr das gelingen und so verlor ich weiter, auch auf 2/4 und teilweise sogar auf 1/2.

Da jetzt gerade mein neues Setup endlich komplettiert wurde und für den Pokerbetrieb bereit war hatte ich also einen guten Zeitpunkt für einen Neustart und um die ganzen Strapazen der letzten Woche zu vergessen. Ab jetzt also weg vom Laptop und vom Sofa zu meinem „Arbeitsplatz“ sobald es ans Pokern geht. Hier ein Bild davon:

Es war wirklich eine gute Investition und ich frage mich, wie ich so lange so dumm sein konnte und fast zwei Jahre nur auf einem Laptop gespielt habe. Besonders die Teufel Musikanlage bereitet mir enorm viel Freude, und so habe ich mir gleich noch ein Surroundsystem von Teufel bestellt um mein Heimkino zu komplettieren. Wenn ich schonmal Geld droppe, dann richtig!

Wie ich allerdings feststellen musste bringt einem auch das schönste Setup nicht wieder automatisch auf die Siegerstraße. Denn dazu braucht es mehr, und so sollte es in den ersten Sessions weiter bergab mit mir gehen. Aber trotzdem merkte ich, dass ich jetzt eine bessere Übersicht habe und konzentrierter spielte. Als Folge habe ich es dann gestern endlich geschafft die Kurve zu bekommen, nachdem ich 7 Tage lang nahezu jede Session im Minus abgeschlossen habe. Ab jetzt geht es anscheinend wieder bergauf!

Ich bin jedenfalls um viele Erfahrungen bezüglich Poker reicher und bin zuversichtlich, dass dieses Lehrgeld eine gute Investition war.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„You can’t improve if you never fail!“

Mein Selbstversuch

Mittlerweile habe ich genug rumgetrödelt mit meinem Studium und eine Menge Zeit für Poker investiert. Gelohnt hat es sich allemal und ich würde wahrscheinlich jederzeit alles genau so wieder machen. Trotzdem wird es Zeit mein Studium endlich zu beenden und somit werde ich ab mitte März mit meiner Diplomarbeit anfangen und folglich bei weitem nicht mehr so viel Freizeit haben wie es derzeit der Fall ist.

Meine tägliche Pokerroutine bestand in den letzten Wochen eigentlich nur aus langweiligem Grinden auf den Midstakes. Das war zwar schön und hat auch Spass gemacht aber die Herausforderung und der Nervenkitzel fehlte mir trotzdem irgendwie. Aus diesem Grund habe ich mal wieder versucht mehr und mehr Hände auf NL1k zu spielen, bisher jedoch nur mit durchschnittlichem Erfolg.

Ich habe mich eine Menge mit der Theorie beschäftigt und fühlte mich an den Tischen gut genug um mithalten zu können. Ich hatte wohl auch auf den ein oder anderen Spieler eine schöne Edge, trotzdem ist es auf iPoker extrem schwer gute Tische zu finden und so die Varianz niedrig zu halten, weshalb ich wahrscheinlich ein paar andere Anbieter ausprobieren werde.

Und trotzdem, auch wenn ich NL1k theoretisch schlagen würde so habe ich noch zu viele Fehler gemacht in letzter Zeit und teilweise zu wenig nachgedacht bevor ich gehandelt habe. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich mit alles anderen als optimalen Bedingungen gespielt habe, denn in der Regel spielte ich auf meinem 17″ Laptop, chattete nebenher in Skype und Icq und schaute dazu noch grundsätzlich TV. Ich möchte es jetzt einfach mal ausprobieren ob es meinem Spiel helfen wird wenn ich mich während den Sessions voll und ganz auf Poker konzentriere und habe mir deshalb ein Zimmer mit einem PC nur zum grinden eingerichtet. Außer Musik und einem größeren 26″ Bildschirm wird es nichts weiter geben während den Sessions. Ich bin gespannt ob sich die Investition lohnen wird!

Nichtsdestotrotz habe ich letzte Woche immerhin breakeven gespielt, auch auf NL1k. Hier ein paar Hände davon:

Ein sehr glücklicher River für mich, den ich wunderbar bluffen und die Hand so noch retten konnte. Die Dame passt einfach perfekt in meine Range.

Egal welches Limit: Sobald ein Draw liegt kommt ein Fold nicht mehr in Frage.

Ich setzte meinen Gegner von Anfang an auf die richtige Range, dennoch konnte ich ihn nicht zum folden bringen. Der River gefällt mir dann natürlich sehr und sein Call noch viel mehr.

Snapcall, seine Line macht einfach keinen Sinn mit einer Hand die mich schlägt, außer vielleicht  TT was aber enorm unwahrscheinlich ist, da nur eine Kombo möglich ist.

Ich mag diese Hand sehr. So wie ich sie verlaufen ist, und so wie ich sie gespielt habe.

Zum Glück habe ich das Ass am Turn getroffen und nicht die Queen. Pech für meinen Gegner.

So, und zum Abschluss noch drei schöne Hände die einfach nur zum schmunzeln sind:

Slowplay kills.

Ein 1-Outer.

Und ein schöner Runner, Runner!

Aber genug von mir, zum Schluss möchte ich noch Werbung machen für einen Reallife Kumpel von mir, mit dem ich in Homegames angefangen habe zu Pokern und der sich seit kurzem auch dazu entschieden hat Onlinepoker zu versuchen und einen Blog zu starten. Obwohl er beim Poker noch viel zu lernen hat schafft er es jetzt schon interessante Beiträge zu verfassen. Schaut einfach mal vorbei bei ihm:

http://frankphilip.wordpress.com/

Bis die Tage, und denkt immer daran:

„You can’t be a Player if you don’t know the game.“


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