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Ja, Ikea!

Ich habe die schlechte Angewohnheit mir immer etwas gönnen zu müssen sobald es gut läuft. Letzten Monat kam ich auf die Idee, dass mir meine Wohnung nicht mehr so sehr gefällt und ich gerne eine schönere Einrichtung hätte. Also ging’s ab zu Ikea, schließlich sollte es auch nicht zu teuer werden, da ich nicht weiß wie lange ich hier noch wohnen werde. Nach ewigen werkeln hier also das Ergebnis:

Beim Aufbau wäre ich allerdings fast verrückt geworden, da ich mir zwar alles liefern lassen habe aber zu geizig für den Montageservice war und auch dachte, dass es ganz witzig ist es selbst zu machen. Als ich festgestellt habe, das schon alleine das Sofa aus ca. 30 Einzelteilen besteht verging mir der Spass aber recht schnell. Nachdem aber jetzt alles fertig ist muss ich sagen würde ich es wieder so machen, denn es hat auch mal gut getan sich zur Abwechslung mal ein bisschen handwerklich zu betätigen ;)

Jetzt fühle ich mich also erst mal wieder richtig wohl zu Hause und kann im Wohnzimmer wirklich gut entspannen vom Poker und so weiter. Mein Setup ist auch ziemlich komplett, am TV hängen u.a. eine PS3, eine Wii und eine EEE-Box für Kin*.to, Youtube, etc. Dazu ein Surround System und Sky Komplettpaket, man gönnt sich ja sonst nichts..

Doch auch mein Pokerarbeitsplatz ist etwas schöner geworden. Mein aktuelles Setup, welches ausschließlich zum Pokern genommen wird sieht jetzt folgendermaßen aus:

Ganz wichtig meine „Motivationswand“, mit Erinnerungen von diversen (natürlich durch Poker finanzierte) Reisen und sonstigen Events und Erinnerungen, plus ein Bild vom Strip. Hauptsächlich stammt der Kram natürlich aus Vegas und Macau. So erhält man sich die Lust beim Grinden ziemlich gut und damit ich das auch hochkonzentriert zu jeder Zeit machen kann, kam noch ein Kaffeevollautomat mit auf die Einkaufsliste, inklusive dieser Bohnen, für die ich hier mal eine unbedingte Kaufempfehlung aussprechen muss. Absolut genialer Geschmack!

Bis die Tage und denkt immer daran:

“It never hurts for potential opponents to think you’re more than a little stupid and can hardly count all the money in your hip pocket, much less hold on to it.”

Monatsrückblick März ’11

Im letzten Monatsrückblick war ich ja mit meiner Winrate nicht so richtig zufrieden und wollte sie diesmal unbedingt steigern. Letztlich ist mir das im März mehr als gelungen, allerdings muss ich zugeben, dass ich das erste Mal so richtig dick über EV gelaufen bin. Auch wenn der EV nicht unbedingte Aussagekraft für Glück oder Pech im Spiel hat macht er trotzdem klar, dass ich 13bb/100 sicherlich nicht so einfach Wiederholen halten kann:

Insgesamt natürlich ein ziemlich guter Monat für mich, vor allem wenn ich bedenke dass noch viel Zeit für Umbauarbeiten in meiner Wohnung draufging und das Studium auch wieder angefangen hat.

Es wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen, aber wie es eben dann so ist wird man irgendwann übermütig und man macht gewagtere Moves, da schließlich bisher alles so gut geklappt hat. Etwas blöd allerdings wenn man das dann auch noch auf 2/4 macht beim shotten. Insgesamt 1.5k Hände habe ich dort gespielt mit leichtem Gewinn aber ich fühle mich definitiv auf 1/2 wohler und die Games scheinen dort auch viel einfacher zu sein. Deshalb werde ich auch erstmal das Limit weitergrinden, aber wahrscheinlich packt mich eh bald wieder der Ehrgeiz…

Im kommenden Monat werde ich leider recht viel mit dem Studium zu tun haben weshalb ich nicht sehr zum Poker spielen kommen werde, aber ein paar Hände werden sicherlich wieder zusammenkommen.

Zum Abschluss noch ne richtig schöne Hand mit einer netten Idee, die aber leider gegen den Worst Case angetreten ist und somit keine Chance hatte:

$2/$4 No Limit Holdem • 6 Players

UTG $364
UTG+1 $412.70
CO $431.80
Schoschovic (BTN) $791
SB $439
BB $975
  • Pre-Flop ($6, 6 players)Hero is BTN
  • cA sJ
3 folds, Schoschovic raises to $12, 1 fold, BB calls $8

  • Flop ($26, 2 players)
  • c3 cT c9
BB checks, Schoschovic bets $16, BB raises to $52, Schoschovic calls $36

  • Turn ($130, 2 players)
  • d8
BB bets $108, Schoschovic calls $108

  • River ($346, 2 players)
  • s2
BB bets $268, Schoschovic goes all-in $619, BB calls $351

  • Final Pot: $1,584
  • Schoschovic shows
  • cAsJ
  • BB shows
  • cJcK
  • BB wins $1,581 (net +$790)
  • Schoschovic lost $791

 

Bis die Tage und denkt immer daran:

„The poker player learns that sometimes both science and common sense are wrong; that the bumblebee can fly; that, perhaps, one should never trust an expert; that there are more things in heaven and earth than are dreamt of by those with an academic bent.“

Hongkong: Bilder

Nächster Bildereintrag, diesmal mit ein paar Schnappschüssen aus dem mit Menschen überfüllten Hongkong.

Abb. 1: Marathon durch Hongkong

Abb. 2: In der Nähe des Timesquare

Abb. 3: Grüne Ampel

Abb. 4: Ramschmarkt

Abb. 5: Ramschmarkt Teil2

Abb. 6: Free Yourself! (Nike Shop in der Schuh-Einkaufsstraße)

Abb. 7: Standard Einkaufsstraße

Abb. 8: Standard Einkaufsstraße Teil2

Abb. 9: Standard Einkaufsstraße Teil3

Abb. 10: Modern Toilet

Abb. 11: The Peak

Abb. 12: The Peak Teil2

Abb. 13: The Peak Teil3

Bis die Tage!

Macau: Bilder

Endlich mal ein Post mit ein paar Bildern aus Macau. Einfach bunt gemischt habe ich ein paar Pics herausgesucht, ich hoffe damit könnt ihr einen guten Eindruck von Macau gewinnen.

Abb. 1: Grand Lisboa

Abb. 2: Wynn Eingang

Abb. 3: Fisherman’s Wharf

Abb. 4: Fisherman’s Wharf

Abb. 5: Innenstadt von Macau

Abb. 6: ;)

Abb. 7: Abseits der Casinos

Abb. 8: Stadtmitte

Abb. 9: Venetian

Abb. 10: Venetian Eingangsbereich

Abb. 11: Venetian 1. Stock

Abb. 12: Mini

Abb. 13: Drache im Wynn

Bis die Tage!

Macau: Praxisbericht

Im letzten Artikel wurde ja bereits beschrieben wie Poker in Macau derzeit so abläuft. Jetzt folgt also der Bericht wie es konkret für uns so gelaufen ist:

Am ersten Abend wollten wir gleich mal loslegen zu spielen und versuchten erstmal unser Glück im Venetian. Wir liesen uns auf die Warteliste setzen, allerdings war absehbar, dass es extrem lange dauern würde. Wir versuchten unser Glück in den nächsten beiden Casinos und dort das gleiche Schauspiel, bis wir eher durch Zufall das StarWorld entdeckten, bei dem komischerweise keine Warteliste war und wir gleich anfangen konnten.

Wir spielten also die ersten beiden Stunden so vor uns hin und merkten auch gleich wie schlecht die Gegner sind. Es lief nicht sonderlich gut, aber wir konnten schon ein bisschen was gewinnen. Ich musste mich dann irgendwann mal erleichtern und schaute mich mal am Nachbartisch so um, nachdem ich erstmal genug damit zu tun hatte, mit den ungewohnten Begebenheiten an unserem Tisch zurecht zu kommen. Ich dachte mir dann so: „Mensch, der Typ da drüben sieht von hinten ja aus wie Antonius“. Ich blieb stehen und schaute mir den Kerl mal genauer an und sah zwei rießen Berge mit Plaketten vor ihm liegen und als er sich dann mal kurz zur Seite drehte war es klar: Es ist Antonius!

Das ganze musste ich gleich mal meinem Kumpel berichten der sich natürlich sofort selbst davon überzeugen wollte. Er kam wieder und meinte nur „Tatsächlich, und daneben sitzt Durrrr!“. Es war schon ziemlich unglaublich, 10m weg von den beiden zu spielen, ohne irgendeine Abschottung oder dergleichen. Scheinbar kannte in Asien auch nahezu niemand diese Spieler. Ich muss euch aber jetzt enttäuschen, auch wir haben leider nichts von einem angeblichen 10 Millionen US-Dollar Pot mitbekommen, ich hab davon selbst erst später auf 2+2 gelesen, genauso wie von der Tatsache, dass Juanda auch noch mit am Tisch saß. Wir wollten die beiden auch nicht belästigen mit einem Bild oder sowas, ich hoffte aber insgeheim, dass wir sie vielleicht irgendwann mal auf einer Party treffen zum labern, trinken, und so weiter. Aber dazu mehr in einem anderen Bericht.

Auch aufgrund dessen wurde das Starworld Casino also unser einziger Pokerroom in dem wir immer wieder spielten. Wir kamen jedoch nur auf geschätzte 20h Spielzeit, irgendwie machte mir das Spielen nicht so wahnsinnigen Spaß und die Partys, etc waren interessanter. Es machte sicherlich auch deshalb nicht viel Spass, da es für uns beide sehr bescheiden lief. Bei mir ging es zwar noch, aber vor allem mein Kumpel kassierte einen Bad Beat nach dem anderen. Der härteste Pot den er verlor war ein umgerechnet 1600 Euro Pot, als er AA hielt auf einem Ad-2h-8c-Tc-7c Board und der Gegner seine rießen Bets zweimal durchcallte, um sich am River mit Ac6c den Backdoorflush zu ziehen. Mein Kollege feuerte am Schluss natürlich nochmal dick for Value, weshalb er dann auch komplett committet war auf das Allin von Villain am River für lediglich 200 mehr.

Ich wiederum habe mich öfters einfach selbst gelevelt. Mir kam die Spielweise in Vegas viel eher entgegen, da dort die meisten Spieler noch ein ganz gutes Grundverständnis von Poker hatten, im Gegensatz zu Macau. Man sollte aber auch einfach nicht mit AJ high auf einem KTT27 Board drei mal for Value für insgesamt ca. 600 Euro durchbarreln, nur weil der Gegner in den Händen davor alles mit Händen wie A5 oder K2 high gecallt hatte. Diesesmal hielt er dummerweise JJ. Letztlich habe ich natürlich einfach zu ungeduldig gespielt, allerdings war ich auch sehr sehr Carddead die ganze Zeit und dann wird einem beim Livepoker recht schnell langweilig.

Insgesamt habe ich gut 800 Euro beim Poker gewonnen, mein Kollege war am Schluss sogar leicht im Minus. Aber was solls, wir waren ja nicht zum Geld verdienen dort sondern nur um Spass zu haben. Ein weiterer Bericht über die Partys sowie ein paar Bilder werden bald folgen!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„I’ve always had confidence, but I never let my ego get to the point that I think I’m the superstar, because I know.“

Monatsrückblick Februar ’11

Bevor es mit den Berichten über Macau weitergeht, folgt noch ein kurzer Monatsrückblick über den Februar. Obwohl ich die meiste Zeit des Monats zwar im Urlaub war, spielte ich online trotzdem ein paar Hände. Es war zwar nicht die Welt, aber immerhin kamen gut 20k Hände zusammen. Ich spielte nicht mein allerbestes Poker, schließlich war ich etwas abgelenkt, aber unterm Strich kam folgendes dabei raus:

Insgesamt also gut 7bb/100, womit man schon zufrieden sein kann. Dennoch werde ich versuchen im März die Winrate zu erhöhen, denn was an Gegner auf Full Tilt herumrennt ist wirklich nicht mehr feierlich:

Da sollte tatsächlich noch etwas mehr drin sein, auch wenn einem Beats und andere kuriose Hände immer gerne in die Quere kommen:

$1/$2 No Limit Holdem • 6 Players

UTG $331.90
UTG+1 $200
CO $150.70
BTN $341.75
SB $200
Schoschovic $273.15
  • Pre-Flop ($3, 6 players)Hero is BB
  • cQ sQ
UTG raises to $6, 2 folds, BTN calls $6, 1 fold, Schoschovic raises to $26, UTG calls $20, BTN folds

  • Flop ($59, 2 players)
  • hJ cJ hQ
Schoschovic bets $32, UTG calls $32

  • Turn ($123, 2 players)
  • cA
Schoschovic bets $68, UTG calls $68

  • River ($259, 2 players)
  • dA
Schoschovic bets $147.15, UTG calls $147.15

  • Final Pot: $553.30
  • Schoschovic shows
  • cQsQ
  • UTG shows
  • hKhA
  • UTG wins $550.30 (net +$277.15)
  • BTN lost $6
  • Schoschovic lost $273.15

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Poker may be a branch of psychological warfare, an art form or indeed a way of life – but it is also merely a game, in which money is simply the means of keeping score.“

Macau: Pokergrundlagen

Da bin ich wieder zurück von meinem Urlaub in Macau. Es gibt so viel zu berichten, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, deshalb werde ich erstmal ganz allgemein auf Poker in Macau eingehen.

Im Vergleich zu Vegas gibt es hier schon einiges zu beachten und vieles ist einfach anders. Der Hauptunterschied ist schonmal, dass es hier nahezu nur Asiaten gibt. Scheinbar hat es sich also noch nicht herumgesprochen, dass es hier etwas zu holen gibt. Allerdings merkt man auch deutlich, dass die Pokerszene in Macau gerade erst am wachsen ist und es noch viel zu verbessern gibt.

In den meisten Casinos trifft man nämlich auf endlos lange Warteschlangen. Neue Tische werden nicht eröffnet, da es scheinbar an Dealern mangelt, womit wir schon beim nächsten Fail wären: Die Dealer sind absolut unfähig und extrem langsam. Dazu fehlt ihnen scheinbar oft jegliches Spielverständnis und sie müssen teilweise drei mal hinsehen bis sie wissen wer den Pot gewonnen hat.

Der Hauptgrund dafür, dass die Dealer so schlecht sind, ist neben ihren sehr langen Arbeitsschichten sicherlich die Tatsache, dass es hier kein Trinkgeld gibt. Auf der einen Seite zwar ein riesen Vorteil, aber ich wiederum bezahle dann lieber und hab einen guten Dealer der mir schneller die Hände austeilt.

Eine gute Entschädigung dafür waren jedoch die Spieler. Sie waren teilweise ja sowas von schlecht, wie man es sich gar nicht vorstellen konnte. Selbst die „Regs“ in den Casinos hatten Leaks, größer als das schwarze Loch. Dazu konnte es einem auch öfter passieren, dass sich jemand an den Tisch setzte, dem der Dealer erst mal die Regeln erklären musste.

Eine weitere schöne Sache war, dass die meisten Spieler mit mehr als 100bb am Tisch saßen, häufig sogar mit deutlich mehr. Wir spielten die ganze Zeit 10/25, was in etwa 1/2,5 Euro entspricht mit einem Maximum BuyIn von 4000. Dies nutzten die meisten der Leute auch und manche kauften sich sogar mit mehr ein, was die Dealer oder Floormen absolut nicht störte.

Apropos Floormen, bzw besser bezeichnet als Floorwomen:  Die jungen Damen, die sich immer nett um einen gekümmert haben sahen teilweise schon extrem heiß aus. Die Bedienungen im allgemeinen waren jedoch nicht so gut wie in Vegas. Wasser bekam man zwar in Sekundenschnelle von überall her, wollte man sich aber ein Bier bestellen so musste man ca. 4 Euro bezahlen für 0,33l. Alle sonstigen nicht alkoholischen Getränke waren zwar frei und eine große Essensauswahl gab es auch, aber auf die Bestellung musste man teilweise sehr lange warten.

Ein weiterer etwas nerviger Punkt war noch die Tatsache, dass aufgrund der vielen Asiaten fast nur kantonesisch am Tisch gesprochen wurde und die Dealer die angesagten Betsizes häufig nicht ins englische übersetzt hatten, was dazu führte, dass man entweder nachfragen musste oder es das ein oder andere Missverständnis gab. Diese waren allerdings nicht so tragisch, da die Dealer nicht sehr konsequent durchgegriffen haben und man seine Chips auch einfach wieder zurücknehmen konnte sofern man erklärt hat, dass man die Betsize nicht verstanden hat. Ebenfalls ein Riesenunterschied zu Vegas.

Alles in allem haben aber die schlechten Spieler und vor allem die hübschen Bedienungen alle Nachteile wett gemacht, weshalb man schon gut Pokern konnte. Dennoch gibt es noch viel zu verbessern und ich gehe stark davon aus, dass man hier auch noch viel verbessern wird in naher Zukunft.

Wie es in der Praxis dann für uns lief erfahrt ihr im nächsten Bericht, der in den kommenden Tagen folgen wird.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Poker is as elaborate a waste of human intelligence as you could find outside an advertising agency.“


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