Archiv für März 2010

On Fire!

Autor: Schoschovic

Die letzte Woche lässt sich sehr leicht in einem einzigen Satz zusammen fassen:

Minimaler Einsatz – Maximaler Gewinn.

Es ist derzeit einfach so, dass ich kaum Zeit für Poker finde, dennoch versuche ich jeden Tag eine Stunde zu spielen und das ging, zumindest für die letzten sieben Tage richtig gut ab. Ich spielte Abends, zur anscheinend besten Zeit auf  iPoker, unter meinem neuen Screennamen und die Stacks flogen einfach zu mir. Die Fische zahlten mich sowieso aus und auf die Regs hatte ich eine riesen Edge, die jetzt aber immer mehr schwindet da sie neugieriger werden und ich meine Bluffs nicht mehr so häufig durchziehen kann.

Insgesamt kam ich auf ca. 5000 Hände und machte damit fast 5000$.

Viel zu gut natürlich und ich bin mir durchaus bewusst, dass es so keinesfalls weitergehen wird. Aber das muss es auch nicht, schließlich habe ich noch 50 Wochen Zeit für die Challenge und keine 10. Dennoch tut es natürlich gut einen solchen Sprung machen zu können. Insgesamt war ich auch sehr zufrieden mit meinem Spiel, denn ich schaffte es immer wieder mich aus marginalen Spots rauszuhalten und drückte recht häufig einfach den Fold Button wenn ich mich nicht wohl fühlte. Hätte ich das in den letzten zwei Jahren Poker immer so geschafft wäre ich schätzungsweise um 50k reicher.

Aber heute konnte ich es einfach mal wieder nicht lassen und spielte eine extrem (!) dämliche Hand, bei der ich im Nachhinein einfach nur den Kopf schütteln kann weil sie wirklich absolut grottenschlecht gespielt war:

$2/$4 No Limit Holdem • 6 Players

UTG $59.30
UTG+1 $187.31
CO $400
BTN $85.98
SB $247.84
Schoschovic $400
  • Pre-Flop ($6, 6 players)Hero is BB
  • c8 sA

2 folds, CO raises to $12, 2 folds, Schoschovic raises to $44, CO calls $32

  • Flop ($90, 2 players)
  • d6 hA sJ

Schoschovic bets $56, CO calls $56

  • Turn ($202, 2 players)
  • cJ

Schoschovic bets $112, CO calls $112

  • River ($426, 2 players)
  • sQ

Schoschovic checks, CO bets $188, Schoschovic calls $188

  • Final Pot: $802
  • CO shows
  • hQdA
  • CO wins $799 (net +$399)
  • Schoschovic lost $400

Ich hoffe das ist mir eine Lehre, denn ansonsten fällt mir keine weitere Hand ein von den 5000 die ich anders hätte spielen wollen.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Aktueller Zwischenstand: 12,6%

Zum Abschluss noch ein paar Hände:

Ich habe schon wirklich extrem dämliche Gegner erwischt, und auch richtig geil gegen sie getroffen. Hat natürlich Spass gemacht, aber kommende Woche wird wohl leider nicht mehr so einfach werden.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Fear is the basis of all mankind.  In cards, you psyche ‚em out, you shark ‚em, you put the fear of God in ‚em.“

Worauf es beim Poker wirklich ankommt Teil 2: Tilten muss gelernt sein

Autor: Luke

Ich möchte, bevor es am Donnerstag regulär mit unserer Challenge weitergeht, an Schoschovics letztes Strategieposting anknüpfen.

Da ich gerade anfangs selbst meinen Tilt nicht unter Kontrolle hatte, versuche ich nun ein paar nützliche Tipps zu geben. Deshalb vorweg, jeder Pokerspieler muss diese unangenehme Erfahrung machen. Sprich, der Umgang damit ist mindestens genau so wichtig, wie die Pokergrundlagen selbst. Ich behaupte sogar, den Tilt zu kontrollieren ist das Fundament einer erfolgreichen Pokerkarriere.

Dabei muss man verstehen, dass das Gefühl des Tiltens nicht mehr als eine bloße (Trotz)Reaktion ist, oder einfacher ausgedrückt: Frust

Frustration ist eine Wunschversagung. Frustration entsteht … durch Nichterreichen eines gesteckten Zieles aus inneren (Selbstüberschätzung) oder äußeren Gründen (Versagung von Wünschen) durch andere oder sich selbst.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frust

Eigentlich müsste jeder in der Lage sein, seinen Frust zu kontrollieren, da es sich um eine menschliche Grundkompetenz handelt, welche wir seit unserer Geburt an schulen (müssen), da niemand von Rückschlägen gefeit ist.
Wieso ist es also beim Pokern nicht so?

Hier kommt der Faktor Glück ins Spiel. Der eigene Tilt ist also die Summe des ‚Glückes‘ der Anderen, dem wir blöderweise auch noch virtuell gegenübersitzen. Dazu muss man verstehen, dass das eigene Pech intensiver wahrgenommen wird als das eigene Glück. Das ist deshalb so, da Pech direkt mit Missgunst, unterschwellig sogar mit Neid verbunden ist. Aber Glück ist eben nur Glück. Oder hat jemand Mitleid, sobald er einen Stack gewinnt (entgegen der statistischen Erwartung)? Im wahren Leben begegnen wir den Anwärter nicht, der uns den Arbeitsplatz weggeschnappt hat. Am Pokertisch besteht jedoch die Chance einer Revanche, aber mit völlig falschen Voraussetzungen (Wut, Ärger, Ungeduld usw.).

Deshalb muss der Tilt erlebt und gelernt werden!

Grundsätzlich gilt, dass das Erlernen ein Prozess des Erlebens und der Reflektion ist, denn nicht jeder tiltet gleich. Wichtig ist zu kontrollieren, wie der Prozess von statten geht. Der erste Schritt ist also den Graph der letzten Tiltsession zu kontrollieren und den Punkt des Auslösens zu finden. Danach gibt es zwei grundsätzliche Alternativen, entweder

Typus 1 – Maniac: Man spielt hirnlos riesen Pots, geht oft unangemessen broke, der Kopf ist dabei völlig ausgeschaltet und man lässt sich von seiner Ungeduld leiten. Graph macht große Sprünge, nach unten

Typus 2 – Passivität: Man ist eingeschüchtert, weil schon drei Stack weg sind, lässt sich herumschupsen und an rationale Entscheidungen ist kaum zu denken – non-showdown Graph geht massiv ins Minus

In beiden Fällen gilt, aufhören zu spielen! Leider kommt die Erkenntnis nicht sofort, deshalb ist eben die Erfahrung damit so wichtig.
Es gibt kein Allgemeinrezept, das Problem zu lösen. Ob Typus 1 oder Typus 2, beide Varianten sind stark von der „Pokerumwelt“ beeinflusst. Der Tilt ist kein spielerisches Problem (nur das Resultat), sondern ein Psychisches.

Keiner kann das Gefühl ganz ausschalten, aber man kann versuchen, alle Faktoren zu reduzieren, die Einfluss haben. Zum Beispiel:

  • Nur dann Spielen, wenn man Lust hat
  • Nur so lange Spielen, wie man sich konzentrieren kann
  • Nur dann spielen, wenn man auch genug Zeit hat
  • Außeneinflüsse wie Musik/Chatclients minimieren
  • Rituale einführen, z.B. nochmal Tief durchatmen bevor All-in Entscheidungen

usw.

Anonsten hat Schoschovic im ersten Teil des Strategieguides weitere wichtige Punkte erläutert.
Ich hoffe es ist mir gelungen, ein wenig den Mythos „Tilt“ zu entzaubern, denn nur mit rationaler Herangehensweise wird man es schaffen damit umzugehen!

Worauf es beim Poker wirklich ankommt

Autor: Schoschovic

Premiere heute!

Es folgt ein Strategieartikel von mir der euch helfen soll vielleicht auch etwas besser beim Poker zu werden. Ich möchte euch vier Punkte erläutern von denen ich denke, dass sie sehr wichtig sind um bei diesem Spiel erfolgreich zu sein.

1) Alles ist eure Schuld!

Es wird wohl fast nirgends so viel geheult wie bei diesem Spiel. Alles ist einfach scheisse! Der Anbieter ist rigged, der Gegner ist ein Vollidiot weil er auf den Allin Push sein mittleres Pärchen hätte folden sollen, ständig läuft man mit KK in AA und wird auch postflop noch dauernd „gecoolered“. Wenn man mal wieder verliert ist irgendetwas immer schuld, aber nie ist es das eigene Unvermögen. Man ist schlicht und einfach schon wieder in einem Downswing.

Die wenigsten kommen dann auf die Idee, dass sie vielleicht gar nicht so gut sind und es ist diese böse Hure Namens Varianz, die dafür sorgt, dass man viel öfter einen Downswing als einen Upswing hat. Der verbuggte EV Graph von HEM bestätigt einen hierbei natürlich noch.

Aber falsch gedacht!

Gewinnen wird derjenige, der selbstkritisch ist! Seht alles nüchtern und neutral, schiebt euren Verlust nicht nur auf den EV Graph, glaubt nicht dauernd, dass ihr vom Pech verfolgt seid, sondern arbeitet an eurem Spiel und gesteht euch Fehler ein. Umso besser ihr werdet, umso größer wird eure Edge und umso kleiner wird die Varianz. Übrigens beschreibt der EV-Graph nur sehr sehr bedingt wieviel Glück oder Pech ihr hattet. Cold Decks und viele Postflop Situationen in dem ein Großteil des Stacks schon investiert ist bevor es zum River kommt werden völlig falsch berechnet, bzw. können auf diese Weise nicht berechnet werden.

2) Konzentriert euch auf eine Variante!

Es gibt so viele Spieler, die immer wieder hin und herspringen und sich wundern warum andere viel schneller in den Limits aufgestiegen sind. Anfangen tut es mit NLHE 9max. Dort geht es erst gut, aber nachdem es nicht mehr läuft versucht man sich eben an 6max, das soll ja viel profitabler sein. Aber auch dort reißt man keine Bäume aus, also werden die SNG’s gegrindet. Man spielt breakeven, als man plötzlich liest wie viel Fische doch Headsup spielen sollen! Also auf gehts an die HU Cashgametables. Nach 10k Händen erfährt man dann wie ein Bekannter am FT bei einem Turnier für 10k gecasht hat und muss das natürlich auch gleich ausprobieren. Es ist wirklich verflucht, nirgends geht es vorwärts. Aber warum gewinnt man denn nicht?. Schließlich ist doch alles das selbe Spiel, nämlich alles No Limit Hold’em?!

Aber falsch gedacht!

Gewinnen werden die, die sich auf eine Variante konzentrieren und bei einer Variante bleiben. Denn auch wenn die Regeln die gleichen sind gibt es so viele Unterschiede, sodass man bei der heutigen guten Konkurrenz nur eine Edge haben kann mit viel Erfahrung und indem man über sehr viele Hände ein Gefühl für die Dynamik entwickelt hat.

Boku wird sicherlich nicht so schnell Anerkennung an den Cashgametables finden während Durrrr bestimmt keine Schlagzeilen schreiben wird weil er ein so guter Turnierspieler ist. Aber wozu auch? Sie beherrschen ihr Spiel, und mehr zu können erfordert enorm viel Zeit und Flexibilität. Sicherlich haben das manche Pro Spieler und können gleichermaßen gut manche Varianten, aber der normale durchschnittliche Spieler ist gut beraten erstmal ein Spiel zu lernen bis er dort nennenswerte Erfolge verbucht hat.

3) Lernt selbst zu denken!

Es gibt mittlerweile so viel Literatur, es gibt so viele Videos und da man alles gelesen hat, und bei einer Coachingseite angemeldet ist muss man ja gewinnen. Schließlich hat man gesehen wie es geht, wie jemand am NL1k Tisch in einer Stunde 5 Stacks gewonnen hat und das kann man ja jetzt einfach nachmachen. Aber sobald man diese Moves in sein Spiel einbaut klappen sie nicht und der Gegner callt einen grundsätzlich mit der besseren Hand. Sicherlich ist es nur Pech, dass aejones mit A5 auf einem 259 Board im 3Bet Pot am Flop Allin shovt und er von AK gecallt wird, während wir gegen Damen rennen und um viele Dollar ärmer sind.

Aber falsch gedacht!

Es bringt nichts bestimmte Hände, Moves und sonstiges einfach zu kopieren. Man muss sich selbst fragen: Warum ist das in dieser Situation richtig? Viele Leute unterschätzen das Tableimage und stellen sich viel zu selten die Frage: Wie sieht mich mein Gegner? Was denkt mein Gegner über mich, und vor allem wie wird er versuchen mich auszuspielen. Wie kann ich dann darauf reagieren? Was aejones im oben genannten Beispiel macht ist bei seinem Tableimage gut, und gegen seinen Gegner richtig, da dieser auch zurückspielt, aber passen seine Moves auch zu unserem Tableimage und klappen sie gegen unsere Gegner? Wahrscheinlich nicht.

4) Bleibt auf dem Boden!

Beim Poker wird es immer bergauf gehen. Vorletzten Monat habe ich 5k gewonnen, letzten Monat sogar 10k! Also wäre alles unter 10k für kommenden Monat eine Enttäuschung, man sollte eher mit 15k rechnen. Schließlich hat man sich weiter verbessert und in letzter Zeit die Tische so richtig gerockt und dabei hatte man sogar noch Pech weil man wieder so oft mit AA verloren hat. Doch dann verliert man plötzlich 10k in einem Monat?! Das kann gar nicht sein, das ist der größte Downswing meines Lebens und alles aus Punkt 1) kommt hier zusammen.

Aber falsch gedacht!

Es kann so viele Gründe geben warum es in einem Monat gut läuft und im Nächsten nicht mehr. Meiner Meinung nach hat die Varianz daran nur eine Nebenschuld. Man merkt gar nicht wie ein guter Winning Monat sein Spiel verändern kann oder wie sich die Gegner mittlerweile auf einen eingestellt haben. Deshalb ist es wichtig immer in Ruhe zu analysieren, auch warum man eigentlich gewonnen hat. Und nur so kann man auf Dauer regelmäßig gewinnen und die Varianz niedrig halten.

Das war also mein erster Strategieartikel. Wie ihr euch sicher denken könnt beruht alles auf eigenen Erfahrungen die ich in meiner „Karriere“ gemacht habe. Manche Fehler hab ich oft gemacht, andere weniger oft, aber vor allem mit Punkt 4) hatte ich immer wieder zu kämpfen. Für den Moment denke ich jedoch, dass ich die richtige Sichtweise an den Tag lege. Es werden sicher noch viele weitere Erkenntnisse folgen!

Bis die Tage!

Viel Stress, viel Fußball und wenig Poker

Autor: Schoschovic

Seit letzter Woche hat nun also meine Diplomarbeit begonnen und mein erster Eindruck sieht folgendermaßen aus: Tolle Firma, klasse Kollegen, interessantes Thema… aber ich hab keinen Bock.

Das letzte Jahr und der Erfolg beim Poker haben mich wohl ziemlich faul gemacht und momentan fällt es mir schwer mich wieder ins Berufsleben einzufinden, dennoch bin ich zuversichtlich dass sich dies bald bessern wird. Ich muss mich einfach dazu zwingen und denke, dass ich sobald ich zu den anspruchsvollen Punkten meines Themas komme auch Lust habe Lösungen zu finden und gerne daran arbeite.

Aber genug davon, ihr wollt sicherlich lieber etwas über Poker lesen.

Dummerweise kann ich hier nicht viel berichten, denn neben den 40 Stunden die ich im Büro hocke kommt noch Fußball dazu und frisst meine Zeit: 4x pro Woche Training oder Spiel und dann noch etliche Duelle die ich am TV verfolge. Ich habe mir vor kurzem Sky zugelegt und ich bereue es jetzt, dass ich es mir nicht schon viel früher bestellt habe. Absolut geniales Programm und Fußball in HD ist einfach nur ein Genuss!

Aber trotzdem habe ich ein paar Hände gespielt letzte Woche und hier lief es sehr ordentlich. Ich habe mir einen zweiten Screennamen bei iPoker zugelegt und habe derzeit den Vorteil, dass mich niemand kennt. Folglich klappen meine Bluffs momentan zu nahezu 100% aber das wird sich wohl bald wieder ändern und ich muss dann mein Spiel wieder umstellen. Zufrieden war ich dann insgesamt auch sehr mit meinen Entscheidungen, auch wenn ich in 1-2 Händen wieder zu leicht gecallt habe. Die Versuchung ist einfach noch oft zu groß, es gilt das Ganze besser in den Griff zu bekommen.

Etwas Glück kam dann auch noch dazu, wie zum Beispiel in diesen beiden Händen:

Dennoch bin ich denke ich nicht auf einer absoluten Glückssträhne, da ich sehr viele kleine Pötte auf seltsame Weise verloren habe oder aufgeben musste, die normalerweise einfach anders verlaufen.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Aktueller Zwischenstand: 2,9%

Damit bin ich auch recht zufrieden. Ich bin momentan sehr bescheiden was meine Pokeransprüche angeht und möchte einfach nur langsam und stetig ein paar Dollar machen neben den ganzen Stress. Ich hoffe kommende Woche gelingt es mir wieder!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Poker is the game closest to the western conception of life, where life and thought are recognized as intimately combined, where free will prevails over philosophies of fate or of chance, where men are considered moral agents and where – at least in the short run – the important thing is not what happens but what people think happens.“

Es ist wenig passiert

Autor: Schoschovic

Eigentlich hatte ich letzte Woche vor sehr viel zu spielen, doch daraus wurde nichts. Anfang der Woche lief es erstmal nicht gut. Bad Beats häuften sich und Cold Decks kamen auch dazu, und so bin ich etwas abgerutscht in der Challenge. Trotzdem war ich mit meinem Spiel sehr zufrieden und letztlich habe ich auch nicht wirklich viel verloren.

Von den wenigen Händen die ich gespielt habe möchte ich euch aber eine nicht vorenthalten:

$5/$10 No Limit Holdem • 6 Players

UTG sonicare $1,037
UTG+1 Jaihan $688.64
CO R00ze $1,117.50
BTN Schoschovic $1,000
SB WatrickWantonius $1,242
BB Albersloh $340.75
  • Pre-Flop ($15, 6 players)Hero is BTN
  • d5 d4
1 fold, Jaihan calls $10, 1 fold, Schoschovic raises to $35, 2 folds, Jaihan calls $25

  • Flop ($85, 2 players)
  • d3 c2 d2
Jaihan checks, Schoschovic bets $65, Jaihan calls $65

  • Turn ($215, 2 players)
  • c9
Jaihan checks, Schoschovic checks

  • River ($215, 2 players)
  • d6
Jaihan checks, Schoschovic bets $165, Jaihan calls $165

  • Final Pot: $545
  • Jaihan shows
  • hQdA
  • Schoschovic wins $542 (net +$277)
  • Jaihan lost $265

Das hatte ich auch lange nicht mehr.

Insgesamt hatte ich auch wenig Lust auf Poker. Hauptschuld daran hatte Nathan Drake. Ich habe mir das PS3 Spiel Uncharted 2 bestellt damit ich etwas Abwechslung vom Poker habe, allerdings hat mich das Spiel dann nicht mehr losgelassen und ich hatte einfach keine Ruhe mehr bis ich es endlich durchgespielt hatte.

Kommende Woche werde ich ebenfalls nicht viele Hände spielen können. Ab morgen fängt meine Diplomarbeit an und ich bin sehr gespannt was auf mich zukommt. Ich werde die freie Zeit wohl sehr vermissen wenn ich fast 40 Stunden jede Woche in der Firma rumsitze. Mal sehen wie mir das gefallen wird und wie es sich diesesmal auf mein Spiel auswirken wird. Ich bin aber recht zuversichtlich, dass ich mittlerweile nach der Arbeit nicht mehr so schlecht spiele.

Passend dazu ein Gruß an Philipp, der schon wieder Thailand unsicher macht und gerade in Bangkok ist. Leider konnte ich ihn diesesmal nicht begleiten, aber nächstes mal werde ich versuchen wieder dabei zu sein!

Lange Rede, kurzer Sinn:

Aktueller Zwischenstand: 1,3%

Bis die Tage und denkt immer daran:

“Poker is a microcosm of all we admire and disdain about capitalism and democracy. Poker can be rough-hewn or polished, warm or cold, charitable and caring, or hard and impersonal, fickle and elusive, but ultimately poker is fair, and right, and just.”

Am Anfang war das Pech…

Autor: Luke

Wäre heute Samstag, würde in den folgenden Zeilen stehen, dass die Challenge fulminant für mich gestartet ist, ich circa 800$ im Plus bin und selbst überrascht bin, dass es so gut läuft.

Tja, leider ist heute Donnerstag und nichts ist so wie es war. Mir war schon klar, dass es nicht ewig so erfolgreich weiter geht, wie es sich das seit Anfang des Jahres abzeichnete. Zum Pokern gehört nun einmal das Verlieren und zu einer ‚Pokerkarriere‘ der Umgang damit. Deshalb hier kein Geheule oder sonstiges Gerede von Downswing, sondern eine kurze Aufarbeitung des Geschehenen, um in den nächsten Tagen wieder auf die richtige Bahn zu kommen.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich auch nach mehrfachen Colddecks und Suckouts meinen Tilt im Griff habe, jedoch kompensiere ich diesen durch Passivität, calle zu viel und lass somit einiges an Geld und Chancen liegen. Meine non-showdown-winnings sinken relativ stark ins Minus, bis ich mich wieder regeneriert habe. Das gilt es auf jeden Fall die nächste Zeit abzustellen.

Um in genauen Zahlen zu sprechen verlor ich an den NL100€ tischen neun Stacks, so gut wie alles was ich all-in stellte, war entweder schon beat oder ist ausgesuckt worden.

Kategorie: einfach Pech gehabt.

Die Hand beschäftigt mich ein wenig, da ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, welche Maniacstats der BB hatte, entschied ich mich zur Donkbet. Wie ich es drehe und wende, fällt mir keine perfekte Lösung für die Hand ein. Checken wäre wohl genauso falsch gewesen, da ich den BB entweder auf Pockets oder SC’s gesetzt habe und ich nicht glaubte, dass der relativ tighte BTN c-betten würde, jedoch hätte ich evtl. die Möglichkeit bekommen eine harte 3bet zu feuern.

Wenn nicht’s läuft, dann helfen einem auch nicht die Kings preflop.

Tatsächlich sind die drei Hände nur ein kleiner Teil des ganzen Übels, dazu kamen noch die Standardsuckouts wie KK vs AA oder AK vs QQ.
Im Großen und Ganzen muss ich die Challenge betreffend sagen: lief einfach grottenschlecht die letzten Sessions, aber was solls? Vorallem NL100 war mir nicht wohlgesonnen bisher, deshalb grinde ich jetzt die nächsten 1k-2k nl50, so dass ich dann mit einem guten Challenge-polster weiterspielen kann.

Aktueller Zwischenstand: 0,4%

Ansonsten verabschiede ich mich ab Montag ein paar Tage in den Urlaub, so dass mein nächstes Update erst in 14 Tagen folgen wird. Bis dahin wünsch ich Euch viel Luck an den Tischen!

„Nobody is always a winner, and anybody who says he is, is either a liar or doesn’t play poker.“

Die ersten Sessions

Autor: Schoschovic

Wie versprochen, immer am Sonntag kommt mein Update. Mal sehen wie lange ich es durchhalten werde.

Die ersten Tage sind also seit dem Start der Challenge vergangen und die ersten Sessions wurden gespielt. Insgesamt ca. 2500 Hände habe ich geschafft und die verliefen teilweise sehr schön und teilweise recht seltsam. Zwei oder drei dumme Entscheidungen meinerseits waren auch wieder dabei, dennoch war ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit meinem Spiel.

Da ich mittlerweile viele Notes und Informationen von meinen Gegnern habe, gelingen mir immer wieder gute Reads. Andererseits wissen die Gegner jedoch auch eine Menge über mich, weshalb es momentan das Beste für mich ist einfach um einiges tighter zu spielen. Das hat aber wiederum zur Folge, dass es weniger Action gibt und mir diese Spielweise einfach nicht so viel Spass macht. Ich denke gerade stark darüber nach mir einen neuen Screennamen bei iPoker zu holen. Aber mal sehen, es schadet mir sicherlich auch nicht wenn ich mich wieder an eine tighere Spielweise gewöhne.

Nichtsdestotrotz konnte ich also bisher schon ein bisschen was gewinnen, hier ein paar gute und auch ein paar weniger gute Hände:

Ein typisches „dumm gelaufen“. Nach einer wie ich finde wirklich schlechten Cbet, da schließlich auch ein dicker Fisch im Pot war, war ich mir am River zu 100% sicher vorne zu sein und überlegte nur wie viel ich noch for Value anspielen kann. Diese Hand hat mich dann allerdings schon überrascht am Showdown.

Poker kann so schön sein! Natürlich verlief die Hand sehr glücklich für mich, dennoch tut es einfach gut solche Hände mitzuerleben.

Am River hatte ich wirklich starke Bedenken wegen des Calls. Seine Betsize sieht absolut nach Value aus, dennoch hoffte ich dass er auch two Pair noch for Value betten kann neben einem Set und der Straße.

So schön getroffen und trotzdem verloren. Ein weiteres Beispiel zum Thema „dumm gelaufen“.

Expertplay! Ein Minraise von mir, der den Fisch zum tilten bringen soll. Und es klappt auch noch!

Hände, über die man sich einfach nur ärgern muss: Wegen ihm saß ich am Tisch und nach fast einer Stunde bekomme ich endlich eine Hand gegen ihn. Ich wusste, dass er eine komplette Callingstation ist und auch mit einem mittleren Pärchen mitgegangen wäre. Doch dann hält er tatsächlich den höheren Flush. Beruhigend war allerdings, dass es nicht nur mir so ging. Denn er hat den Tisch wenig später mit ca. 1,2k verlassen.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Aktueller Zwischenstand: 2,4%

Kommende Woche ist meine letzte Woche in der ich frei habe. Ich möchte zwar noch ein paar persönliche Dinge erledigen aber auch richtig viel Poker spielen. Wünscht mir Glück dabei und freut auch auf ein paar interessante Hände.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„There is more to poker than life.“


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