Archiv für November 2009

Mein Vegas – Wir müssen gewinnen

Jetzt endlich also der letzte Nachtrag zu Vegas, danach gehts wieder weiter mit Onlinepoker.

Nachdem wir vom Roadtrip zurück gekommen sind hatten wir noch 5 Tage lang Zeit in Las Vegas. Jedoch hatten weder mein Kollege, noch ich sonderlich viel Geld übrig, weshalb wir beschlossen haben erstmal zwei Abende Poker zu spielen und dann die restlichen Tage zu planen. Sehr gute Erfahrungen haben wir im MGM gemacht, also entschieden wir uns dazu dort wieder zu spielen allerdings mit dem Unterschied, dass wir uns diesesmal gegenseitig keine Chips abnehmen werden um die Varianz so gering wie möglich zu halten.

Kurz gesagt: Es lief dort absolut grandios!

Allen voran für meinen Kollegen hatten es diese beiden Tage wirklich in sich. Er erwischte einen sensationellen Lauf und konnte so einige Stacks auf 2/5 machen. Aber auch für mich lief es recht ordentlich und somit war ich ebenfalls sehr zufrieden. Eine wunderschöne Hand meines Kumpels, die für viel Gesprächsstoff am Tisch sorgte: Er hält 35 und erhöht am Button und bekommt zwei Caller. Der Flop kommt: A-6-2r. Er cbettet, ein Spieler geht raus, der Zweite geht jedoch mit. Es kommt eine 4. Es wird gecheckt, mein Kollege setzt wieder ordentlich, der andere Spieler geht Allin und traut seinen Augen nicht, dass seine Top Two Pair mit A6 weit zurück liegen. Am River kommt eine Blank an und der gesamte Tisch kannte erstmal nur noch ein Gesprächsthema. Was für uns aggressive Onlinespieler eine ganz normale Hand ist, ist für Live Spieler eben oft absolut unbegreiflich.

Ich hingegen habe es am ersten Abend gar nicht geschafft jemanden zu stacken, jedoch gewann ich sehr viele kleine Pötte und konnte somit auch etwas Profit machen. Ich spielte nicht sehr viele Hände, aber die, die ich spielte zog ich dann nahezu immer erfolgreich durch. Nach gefühlten drei Stunden, als ich im Showdown einmal meine Karten muckte meinte ein Amerikaner dann nur: „Das gibts ja gar nicht! Du kannst auch mal eine Hand verlieren?!“

Gegen ihn hatte ich dann auch noch eine nette Hand. Blöderweise hatte er sehr viel Respekt vor mir und hielt mich wohl für einen guten Spieler. Ich habe KJ und erhöhe aus MP. Es floppt: Q-T-2r und ich cbette und bekomme mit dem Ami einen Caller. Der Turn bringt mir mit einem Ass die Nuts und ich setze nochmal sehr ordentlich in den Pot. Mein Gegner überlegt nun recht lange, aber irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ihm das Ass hilft, und letztlich callte er. Der River ist dann allerdings die schlechteste Karte die kommen kann mit einem König. Ich schiebe trotzdem alles rein und hoffe auf einen Herocall, jedoch wirft er AQ offen weg und schwört mir, dass er auch nicht mitgegangen wäre wenn der River kein König gewesen wäre, da er mich auf einem Set 10er hatte. Um ehrlich zu sein glaubte ich ihm das sogar.

Alles in allem konnten wir zusammen irgendwas knapp über 3000 Dollar erspielen und machten uns davon noch ein paar richtig geile Tage, allerdings war die Zeit dann fast zu knapp für uns. Es gab nämlich noch eine Menge Sachen die wir gerne gemacht hätten.

Als Fazit möchte ich abschließend noch folgendes festhalten:

Es war ein absolut genialer Trip, Vegas wird mich auf jeden Fall wieder sehen!

Trotzdem möchte ich für euch noch ein paar Sachen festhalten die ich beim Nächsten mal anders machen werde:

  • Nie wieder Stratosphere! Obwohl der Pool auf dem Dach, und das Restaurant ganz oben im Turm der Wahnsinn waren überwogen einfach die Nachteile. Es war u.a. einfach nicht Zentral genug.
  • Nie wieder Busfahren! Diese öffentlichen Busse sind eine absolute Zumutung. Beim Nächsten mal nehme ich nur noch das Taxi oder wie in den letzten Tagen die Stretch Limo.
  • Nie wieder 1/2! Wir haben viel zu viel Zeit damit verschwendet 1/2 zu spielen. Das ist einfach nur langweilig und die Gegner lagen uns auf 2/5 auch viel besser.
  • Nur noch Direktflüge! Umsteigen ist einfach nervig, vor allem wenn nichtmal das Gepäck direkt weitergeleitet wird, so wie beim Hinflug.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Everybody blows their first money.“

 

Mein Vegas – Der Roadtrip

Ich muss mich schon wieder entschuldigen, da es so lange kein Update gab. Aber ich habe momentan nicht so viel Zeit und auch die Motivation hat etwas nachgelassen, aber jetzt wird es wieder besser werden.

Wie dem auch sei, hier also der Nachbericht aus Las Vegas von unserem Roadtrip:

Fünf Tage sollte er insgesamt dauern und die Route sah folgendermaßen aus: Von Las Vegas, über LA am Meer entlang nach San Francisco und zurück. Am liebsten Wären wir die Route zwar in einem Ford Mustang gefahren, aber leider war gerade keiner frei und so mussten wir uns mit einem Chrysler zufrieden geben. Aber Hauptsache ein Cabrio:

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Los gings also erstmal ein paar hundert Meilen durch die Wüste Richtung LA. Dabei hab ich mir, schlau wie ich bin, ziemlich derb den Kopf verbrannt und sah aus wie ein Hummer. Bis natürlich auf die Augen, die durch die Sonnenbrille ziemlich bleich geblieben sind. Nichtsdestotrotz war es natürlich schon sehr geil einfach durch die Wüste zu heizen auf gerader Strecke wo absolut nichts ist. Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass wir auf unserer Reise die Area 51 entdeckt haben:

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Nach ein paar Stunden sind wir dann in LA angekommen, auch wenn man erstmal gar nicht so recht wusste wo es denn jetzt anfängt und wo es wieder aufhört. Wir suchten uns dann aber relativ zentral gelegen ein Hotel in Chinatown und besuchten erstmal Hollywood.

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Aber um ehrlich zu sein gab es hier nicht viel besonderes, bis auf den Stern von Kermit dem Frosch und einen Typen, der als Captain Jack Sparrow verkleidet meine Digicam stehlen wollte. Nachdem wir Abends noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen sind ging es dann am nächsten Morgen also los Richtung San Francisco. Und die Strecke dahin war der absolute Hammer. Direkt am Meer entlang, über hundert Meilen auf einer kurvigen Gebirgsstrecke:

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Teilweise etwas erschöpft und teilweise recht betrunken von der Fahrt sind wir dann Abends nur noch im Hotel eingecheckt. Diesesmal aber nicht in einem schäbigen Hotel in Chinatown wie in LA sondern in einem ziemlich noblen mitten im Zentrum von San Francisco. Am nächsten Morgen wollten wir schließlich die Stadt besichtigen. Mit einem Tag Zeit und absolut keinen Plan was es so gibt hatten wir folglich sehr gute Voraussetzungen für eine schöne Touristenreise. Nachdem wir etwas umhergeirrt sind, hatten wir Glück als uns eine deutsche Rucksacktouristin ansprach und uns ein paar Tipps gab was es zu sehen gibt und uns sogar einen Stadtplan überlies. Wir fuhren also erstmal mit dem Bus Richtung Küste wo wir Alcatraz besichtigen konnten. Dort kamen wir dann auf die wirklich gute Idee, dass wir uns Fahrräder mieten könnten. Damit sind wir dann sämtliche Straßen, egal wie steil sie waren, entlang geheizt und haben u.a. die Golden Gate Bridge besichtigt. Dummerweise war diese komplett in Nebel eingehüllt obwohl wir eigentlich traumhaft schönes Wetter erwischt hatten. Hier noch zwei Bilder zu den Straßen:

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Und dann noch der heißeste Tipp der Rucksacktouristin, wahrscheinlich aus dem Ökoforum: Der tolle, kostenlose Ausblick aus dem höchsten Hotel in ganz SF:

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Da wir am nächsten Tag allerdings schon wieder los wollten konnten wir das Nachtleben nicht wirklich erkunden, weshalb wir den Abend, nachdem wir noch in einer Shisha Bar waren, ganz gechillt im Jacuzzi in unserem Hotel verbracht haben.

Alles in allem ein absolut genialer Trip, den ich jedem nur empfehlen kann. Vor allem San Francisco hat mir persönlich sehr gefallen, eine geniale Stadt!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Life is like a game of poker: If you don’t put any in the pot, there won’t be any to take out.“


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  • RT @2p2TrollCat: True story: I told Siri I was horny...she gave me a list of escorts in the area. Try it. #FunWithSiri 5 years ago
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