Archiv für April 2009

Mein Comeback

Nachdem ich in den letzten Wochen eher auf der Stelle getreten bin lief es jetzt endlich wieder richtig gut. Ich spielte wieder nur 1/2 aber war dieses mal seit langem wieder sehr sehr zufrieden mit meinem Spiel. Dazu kam auch noch ein bisschen Glück in der ein oder anderen Situation, sodass ich eine sehr hohe Winrate hinlegen konnte und mehr Dollar verdiente als ich Hände spielte.

Jetzt wird es natürlich spannend wie es weitergehen wird, aber ich bin mir sicher, dass ich, sofern ich ähnlich gut spiele wie letzte Woche, wieder richtig dick gewinnen werde. Ich fühle mich jedenfalls wieder richtig wohl an den Tischen, habe eine Menge Spass und werde wenn es so weitergeht auch bald wieder 2/4 spielen nach meinem kleinen Durchhänger.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Challenge steht bei: 12,3%

Da ich schon sehr oft nach Coaching gefragt wurde habe ich mir auch in dieser Hinsicht etwas überlegt. Bisher wollte ich niemanden coachen, da mir einfach die Zeit dazu fehlte. Allerdings teste ich jetzt seit mehreren Sessions Teamviewer und habe richtig Spass daran gefunden. Ein konkretes Angebot wird dann unter der Woche noch folgen. Ihr dürft also gespannt sein.

Zum Abschluss noch ein paar richtig schöne Hände dieser Woche, die zugegeben teilweise schon viel zu gut liefen.

Ich hatte hier zugegeben recht viel Angst vor einem Set. Am Turn hab ich dann natürlich gehofft, dass mein Gegner ein Set hält. Aber das war mir dann auch recht. Selten dämlich gespielt von Villain und er wurde zurecht bestraft!

Ein extrem schneller Snapcall von Villain am River. Ich hatte tatsächlich einen Bruchteil einer Sekunde gedacht, dass Villain hier eine 8 hält. Der Showdown war dann schon recht lustig.

Ich liebe mein Image. Klarer Selfown von Villain.

Nicht zum Nachmachen empfohlen! Zumindest nicht ohne gute Reads. Am Flop hat sich die Hand dann gottseidank von selbst gespielt.

Bis die Tage und denkt immer daran:

“There is more to poker than life!”

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Mein Hindernis

Wieder eine Woche vorbei in der ich komplett NL200 gespielt habe. Ich war dieses mal wieder recht zufrieden mit meinem Spiel, auch wenn ich einige Hände trotzdem noch ziemlich schlecht gespielt habe. Dafür waren auch ein paar richtig schöne Reads dabei und phasenweise richtig gutes Spiel.

Das Dumme dabei: Ich konnte keine grünen Zahlen schreiben! Ein schöner Graph der wieder deutlich unter EV ist und vor allen Dingen noch eine Menge Cold Decks waren der Grund dafür. Und einmal mehr wurde meine Geduld wirklich auf die Probe gestellt.

Die meisten Hände spielte ich dann schließlich gestern, und nachdem es wieder richtig mies lief und ich auch, im nachhinein betrachtet, ein paar dumme Entscheidungen getroffen habe stand ich am späten Abend wieder mit -650 da. Aber ich konnte es nicht lassen und startete noch eine Runde die ein guter Kumpel per Teamviewer mitverfolgte während wir im Skype ein bisschen laberten.

Und endlich, seit längerer Zeit konnte ich mal wieder eine richtig schöne Session hinlegen und in einer guten Stunde fast 4 Stacks machen, also sogar noch über 100$ gewinnen. Ich meinte nur „wie in alten Zeiten“ und hoffe jetzt, dass der Knoten endlich geplatzt ist und ich kommende Woche wieder richtig durchstarten kann. Vielleicht sollte ich auch einfach mal öfter Leute zusehen lassen die mir Glück bringen.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Challenge steht bei: 8,9%

Es war gut zu wissen, dass ich es noch wirklich kann. Jetzt muss ich hoffen, dass die Bad Beats und Cold Decks weniger werden dann ist für mich wieder alles in bester Ordnung.

Zum Abschluss noch ein paar Hände:

Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass Villain hier nicht viel hält. Aber so wenig hat mich dann doch überrascht.

Da ich den Turn gecallt habe, musste ich den River callen. Und es war eine gute Entscheidung, allerdings schon eher marginal.

War hier etwa jemand auf tilt? Scheint so.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Gambling, the sure way of getting nothing for something.“

Mein Osterfest

Mein letzte Woche, und vor allem das Osterwochenende war leider sehr stressig. Das hätte es zwar nicht sein müssen aber irgendwie kann ich mir auch einfach nichts entgehen lassen, anstatt mich einfach mal etwas zu entspannen.

Mit Poker konnte ich leider nicht viel anfangen. Ein paar richtig dumme Bad Beats anfang der Woche gepaart mit dem schönen Wetter haben mir so ziemlich die Lust verdorben. Ich spielte dann zwar trotzdem noch ein paar kleinere, sogar etwas erfolgreiche Sessions aber ich merkte einfach wieder eins: Ich spiele derzeit nicht so gut wie ich es drauf habe.

Ich hätte es mir echt nicht vorstellen können, aber durch mein derzeitiges Praxissemester bin ich geistig einfach nicht mehr fit genug für richtig gutes Poker. Diese tägliche rumsitzerei am PC, 8 Stunden lang, macht mich einfach nur mürbe im Kopf. Wenn ich im Nachhinein das alles so betrachte, dann habe ich wirklich auf sehr sehr hohem Niveau gespielt Anfang des Jahres. Möglich war es mir anscheinend nur weil ich richtig ausgeruht und auch richtig ausgeschlafen war, dank meines Studiums.

Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich es auch jetzt packen kann mich richtig zu konzentrieren, es wird einfach nur schwerer werden als bisher. Ich kann es ja im Prinzip und ich kenne meine Fehler genau, es ist alles nur eine Konzentrationssache. Ich muss es einfach schaffen mich an die derzeitige Situation besser zu gewöhnen. Der beste Weg  dazu ist denke ich erstmal einfach weniger zu spielen und auch nur wenn ich richtig Lust habe und mich vollkommen fit fühle. Zu mehr habe ich bei diesem Wetter so oder so keine Lust. Dann werde ich hoffentlich Schritt für Schritt wieder zu meiner alten Form finden.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Challenge steht bei: 9,2%

Auch wenn mir ein guter Kumpel letztes Wochenende sagte, dass ich endlich mal aufhören soll nur noch rumzuheulen auf meinem Blog hab ichs wohl trotzdem wieder getan. Aber ich werde mich bemühen, damit ich schon nächste Woche wieder mehr positives berichten kann!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Poker is generally reckoned to be America’s second most popular after-dark activity. Sex is good, they say, but poker lasts longer.“

Meine Geduld

Eine der wichtigsten Tugenden überhaupt für einen Pokerspieler ist die Geduld. Ohne sie geht gar nichts, und genau die muss ich jetzt haben. Ich kann auf die schnelle nicht zu meinem persönlichen Höchststand zurückkommen, ich muss einfach locker bleiben und mir Zeit dafür nehmen.

Insbesondere da ich diese Woche mehr oder weniger gezwungen war NL200 zu spielen. Obwohl ich natürlich immer noch grüne Zahlen auf 2/4 schreibe kam es aus BR technischen Gründen dazu, dass ich ein Limit erstmal abgestiegen bin. Ein Fehler ist dies mit Sicherheit nicht, denn die Spieler sind wirklich deutlich schlechter und somit lässt sich natürlich leichter eine hohe Winrate erzielen.

Die Woche verlief eher mäßig für meine vielleicht mittlerweile zu hohen Ansprüche. Ich konnte zwar recht ordentlich gewinnen aber für mich zählte letztlich nur eins: Ich hätte besser spielen können, undzwar um einiges besser. Phasenweise spielte ich sehr sehr gut, aber teilweise machte ich einfach dumme Fehler die völlig überflüssig waren. Genauso überflüssig wie eine Session in der ich mal wieder dachte, dass ich (mehr oder weniger) leicht angetrunken die Fische schlagen kann. Drei Stacks minus innerhalb kurzer Zeit haben mich aber dann doch vom Gegenteil überzeugt. Hoffen wir mal, dass ich jetzt entgültig schlauer bin.

Hier ein paar nette Hände der letzten Woche:

Die Chance für sowas steht bei 0,74%. Kurz gesagt: Man trifft selbst einen 1-Outer bei einem All-in am Turn ca. 3 mal so oft! Also wirklich spektakulär und wird mir wohl nicht mehr so oft passieren.

Ich habe schon wirklich das schlimmste geahnt als die T am River kam. Ich rechnete zwar noch viel mehr mit KJ aber so gings natürlich auch. Vielleicht habe ich nicht hart genug angespielt, aber ich wollte meine Callingstation ja auch weiter dabei haben. Dumm gelaufen nun mal, aber ich habe mir wirklich Gedanken gemacht, den River nur zu callen. Ich denke trotzdem dass der Shove richtig war, er hält hier einfach viel zu oft auch Two Pair, schlechtere Sets und sonstiges Gemüse.

Diese Hand ist schon ein Stückchen symptomatisch. Solche Setups habe ich wirklich ne Menge erlebt in den letzten Tagen. Ich freue mich jedenfalls schon drauf wenn ich damit regelmäßig wieder jemanden stacke!

Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Challenge steht bei: 8,5%

Meine weitere Planung sieht jetzt folgendermaßen aus:

Solange ich nicht mit meinem Spiel zufrieden bin bleibe ich auf NL200. Völlig egal was die BR sagt. Erst wenn ich 2-3 Wochen richtig konstant wieder gut spiele werde ich wieder 2/4 und 3/6 spielen. Denn dort werden Fehler einfach härter bestraft und um richtig erfolgreich zu sein darf man sie, im Gegensatz zu 1/2 wo man trotz vieler Leaks noch gut gewinnen kann, einfach nicht machen.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„It’s hard work. Gambling. Playing poker. Don’t let anyone tell you different. Think about what it’s like sitting at a poker table with people whose only goal is to cut your throat, take your money, and leave you out back talking to yourself about what went wrong inside.“

Mein FC Bayern Syndrom

Neben meiner größten Leidenschaft dem Poker, bin ich ja auch noch begeisterter Fußball Spieler und Fan (wie aufmerksame Leser mit Sicherheit schon mitbekommen habe). In den letzten Tagen habe ich mir natürlich viele Gedanken darüber gemacht wie ich so viel verlieren konnte und da ich gerade nichts (dringendes) zu tun habe hier auf der Arbeit und absolut keinen Bock mehr auf irgendetwas habe nachdem ich gerade ne Stunde im Biergarten bei strahlendem Sonnenschein, leckeren Weisswürsten und einem eiskalten Weissbier gesessen habe, dachte ich mir, dass ich noch ein bisschen bloggen könnte zum Zeitvertreib.

Also, um zum Thema zu kommen: Wer sich ein bißchen mit Fußball auskennt, der kennt das Problem der „großen“ Mannschaften. Sie verlieren oft, viel zu oft, gegen vermeintlich schwache Gegner. Der Grund dafür ist einfach nur eine Einstellungssache. Man geht ins Spiel, denkt sich, dass man diesen Gegner heute mit halber Kraft schlagen kann und alles schon irgendwie gut gehen wird. Nach den ersten 20-30 Minuten merkt man dann, dass es wohl doch nicht so einfach wird aber dann kann man auch nicht mehr so einfach umschalten da man den Gegner jetzt schon stark gemacht hat. Plötzlich klappt gar nichts mehr, diese Stolpertruppe von Gegner geht mit einem Sonntagsschuss in Führung und bei einem selbst landen die Bälle höchstens am Pfosten und der Schiedsrichter pfeift den glasklaren Elfmeter einfach nicht. Und letztlich verliert man dann nichtmal unverdient gegen einen Gegner wie zum Beispiel Cottbus mit 1:0. Und alles nur, weil man von Anfang an keine 100% gegeben hat.

Was hat das jetzt mit mir zu tun?

Das war genau mein Fehler dieser fatalen Woche. Ich war erfolgsverwöhnt und wusste, dass ich meinen Gegnern überlegen bin. Ich wusste auch, dass ich mich derzeit nicht wirklich auf Poker konzentrieren kann aber dennoch dachte ich, dass ich gegen diese Donks schon noch gewinnen werde, auch wenn ich nicht mein aller bestes Poker spielen werde. Dummerweise tummeln sich aber auf 2/4 und 3/6 nicht mehr so viele Donks und den Regs war ich dank mangelnder Konzentration zu diesem Zeitpunkt definitiv nicht mehr überlegen, und so verlor ich völlig zurecht einen Stack nach dem anderen. Ich hatte dieses Problem schon früher ab und an nach sehr guten Sessions, aber so schlimm wie dieses mal wars noch nie.

Trotzdem bin ich irgendwo froh darüber. Ich bin wieder auf dem Boden der Tatsachen und weiß jetzt endgültig, dass ich nur wenn ich 100% bei der Sache bin gewinnen werde. Und genau das habe ich in den nächsten Wochen vor. Weniger Partys, mehr Schlaf, 100% Poker!

Ich habe mir jedenfalls sehr viel Druck selbst aufgelegt. Ich muss derzeit gewinnen, da ich viele Sachen geplant habe. Sehr viele Sachen sogar. Aber wer den FC Bayern kennt, der weiß auch, dass sie, wenn es darauf ankommt immer wieder zu Höchstleistungen fähig sind und ihnen dann auch noch das Glück ab und zu zur Seite steht. So gewinnt man dann eben noch 2:1 gegen starke Hoffenheimer. Ich bin mir übrigens auch sicher, dass die Bayern gegen Barcelona zwei richtig gute Spiele machen werden. Und das obwohl ich eigentlich gar kein Bayern Fan bin. Jedenfalls bin ich sehr gespannt wie es weitergeht.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„The single greatest key to winning is knowing thy enemy – yourself.“


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