Archiv der Kategorie 'Online Poker'

Mein Countdown

Nur noch ein paar Stunden, dann geht es endlich los: Meine Reise nach Las Vegas! Insgesamt werde ich zwar, wenn man alles von meiner Haustür bis zum Hotel in Vegas zusammenrechnet, ca. 20 Stunden unterwegs sein aber ich denke das wird es absolut wert sein. Schließlich bin ich insgesamt drei Wochen dort, in denen es bestimmt viel zu erleben gibt. Ihr dürft euch also in dieser Zeit auf viele Updates und hoffentlich interessante Einträge von mir freuen.

Ich habe es vor lauter Vorfreude sogar geschafft in den letzten Tagen richtig gut an den virtuellen Tischen zu spielen. Auch wenn es nicht viele Hände waren, so konnte ich die Verluste der letzten Woche trotzdem wieder etwas ausgleichen. Anbei ein absolutes Highlight:

$2/$4 No Limit Holdem
5 players

Stacks:

UTG dkPELE4364 ($400.00)
CO WillWorkForBeans ($398.10)
BTN mizar3 ($476.20)
SB MDM8 ($118.20)
BB Hero ($414.80)

Pre-flop: ($6, 5 players) Hero is BB

1 fold, WillWorkForBeans raises to $12, 2 folds, Hero raises to $38, WillWorkForBeans calls $26

Flop: ($82, 2 players)
Hero bets $52, WillWorkForBeans calls $52

Turn: ($186, 2 players)
Hero bets $104, WillWorkForBeans calls $104

River: ($394, 2 players)
Hero bets $220.80, WillWorkForBeans goes all-in $204.10

Final Pot: $811.90
Hero shows:
WillWorkForBeans shows:

Hero wins $811.90 ( won +$397.10 )
WillWorkForBeans lost -$398.10

Ich bin es ja gewohnt, dass mir generell wenig Kredit gegeben wird, aber das hat selbst mich noch erstaunt. Auch wenn diese Hand vielleicht etwas glücklich war fühle ich mich dennoch bestens gerüstet für Vegas!

Die lange Zeit auf meiner Reise ist auch schon ziemlich verplant. Nachdem ich schon länger „The Secret of Monkey Island“ fürs iPhone besitze, habe ich mir jetzt auch noch Simon the Sorcerer geholt. Damit lassen sich 20 Stunden garantiert füllen. Und falls nicht habe ich noch das Buch von Baluga Whale Namens „Making Sense of No Limit Hold’em“ dabei.

Zum Abschluss des Eintrags möchte ich mich noch bedanken für die ganzen guten Zusprüche und die nützlichen Tipps bisher. Vor allem mein Kumpel Shari Vegas gab mir hier einen sehr wertvollen mit auf die Reise.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„In Stripclubs bist du immer der Fisch!“

Meine Vorbereitung

Nächste Woche geht es also los nach Las Vegas. Bis dahin habe ich mir ein paar Tage freigenommen um noch ein paar organisatorische Sachen zu erledigen, einfach mal ein bißchen freie Zeit zu haben und um möglichst viel zu pokern.

Bei letzterem stellte ich mich aber überaus dämlich an. Ein Problem welches ich schon lange kenne meldete sich mal wieder zurück: Ich wollte zu schnell zu viel. Ich spielte zu aggressiv, zu ungeduldig, etc. Obwohl ich es wirklich besser wissen müsste glaubte ich mal wieder, dass alles von alleine geht. Aber bei diesem Spiel geht nunmal nichts von alleine und wenn man nicht 100% konzentriert ist bekommt man nur auf die Fresse.

Ich werde jetzt die letzten Tage vor dem Trip nicht mehr sehr viel spielen bzw. erstmal auch nur noch 1/2. Vor Vegas ist mir deshalb aber absolut nicht Bange. Live Poker ist etwas völlig anderes, die Gegner zocken komplett anders und bisher habe ich mein Spiel bei solchen Bedingungen immer bestens angepasst und schon einiges gewonnen.

Bis die Tage und denkt immer daran:

“Poker is the hardest way to make an easy living”

Meine Premiere

Letzte Woche kam ich leider so gut wie gar nicht zum spielen. Dennoch gab es eine Premiere für mich. Ich war mal wieder auf der Suche nach ein paar guten 2/4 Tischen, allerdings waren die Warteschlangen alle ziemlich voll. Also schaute ich, ob ich vielleicht den ein oder anderen schönen Tisch auf 3/6 finden konnte. Leider war hier die Auswahl auch nicht sehr gut, deshalb schaute ich mir einfach mal auf gut Glück die NL1k Tische an. Und tatsächlich: Hier fand ich einen richtig geilen Tisch: 2 Donks, 2 Shorties, 1 Reg und ein Platz für mich!

Ich spielte also meine ersten Hände auf NL1000. Und es ging hier auch gleich sehr gut los, denn gegen den einen Fisch konnte ich schnell einen richtig schönen Pot einfahren:

Blöderweise habe ich ihn nicht gestackt, was mir später noch zum Verhängnis werden sollte:

Der Turn gefiel mir gar nicht, ich hatte gleich das Gefühl, dass ihm diese Karte hilft. Leider bestätigte es sich im Showdown auch, folden kam natürlich nicht mehr in Frage. Ich hätte aber den Flop wohl gleich pushen sollen. Diese Hand ärgerte mich dann ziemlich, und nachdem ich mich noch ein bisschen mit dem Reg angelegt hatte,  ging ich nach ungefähr 100 Händen mit ca. -500 wieder vom Tisch. Ich wollte ihn bluffen, aber mir fehlten dann trotzdem die Eier um den Bluff komplett durchzuziehen. Die Bilanz hätte deutlich besser sein können.

Alles in allem ist es trotzdem noch nicht mein Limit. Der Verlust eines Stacks würde mir momentan zu viel ausmachen, vor allem da es auf 2/4 beschissen lief. Ich legte aber letzte Woche auch alles andere als mein bestes Spiel an den Tag, weshalb ich mich nicht wundern brauche.

Dafür hatte ich Glück, als ich ein paar Hände auf 3/6 gespielt habe. Gleich in der dritten Hand konnte ich meinen Gegner recht einfach stacken:

Ich sollte dennoch kommende Woche wohl besser nicht viel spielen, momentan habe ich den Kopf nicht frei und merke auch einfach, dass mich verlorene Stacks, auch auf 2/4, viel zu sehr ärgern. Selbst wenn ich alles richtig gemacht habe. Aber wer weiss, sobald wieder Konstanz auf 2/4 und 3/6 vorhanden ist werde ich die Augen wieder offen halten nach den Fischen auf NL1k!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„You can only get smarter by playing a smarter opponent.“

Mein Rundumschlag

Wie ihr in meinem letzten Eintrag schon lesen konntet macht sich iPoker derzeit einen Spass daraus mich auf 2/4 zu ärgern. Und auch in den letzten Tagen waren wieder ein paar Hände dabei, bei denen man wirklich nicht weiss ob man einfach nur lachen oder weinen soll. Mein absoluter Favorit hier ist diese Hand:

Eigentlich eine optimale Ausgangssituation für mich. Der Flop gefällt mir dazu auch noch richtig gut, aber was dann kommt ist wirklich ein schlechter Scherz. Genauso wie die Entscheidungen meiner beiden Gegner. Zur Entschuldigung des Bigstacks muss man aber noch sagen, dass er sich mit seiner Entscheidung zu callen wirklich bis zur allerletzten Sekunde Zeit gelassen hat. Mut wird eben oftmals doch belohnt!

Und trotzdem:

Ich komme langsam aber sicher wieder an den Punkt wo ich, selbst auf 2/4, über solche Hände schmunzeln kann, anstatt mich über das verlorene Geld zu ärgern. Die logische Konsequenz: Ich spiele richtig gut!

Es lief auch insgesamt einfach nur klasse. Ich fand gute Tische, ich spielte ruhig, diszipliniert und geduldig. Ich hatte klasse Reads, und: Ich wurde belohnt! Alleine gestern konnte ich in nichtmal 1000 Händen wieder ungefähr 1,7k gewinnen. Das tat richtig gut, und war ehrlichgesagt auch nötig um nicht wieder absteigen zu müssen, nachdem es Bad Beats und Cold Decks regnete.

Ein Beispiel für eine schöne Hand mit gutem Read, dank der ich einen halben Stack gewonnen habe:

Mein Gegner war sehr aggressiv, vor allem Preflop. Aus diesem Grund war mir klar, dass er ein gutes A auf jeden Fall 3betten würde. So gut, dass er AK einfach mal flatcallen könnte ist er, wie die meisten Gegner natürlich nicht. Sein Raise am Flop bedeutete für mich also keinesfalls eine gute Hand, sondern ziemlich sicher nur ein Midpair, vielleicht ein Openender, vielleicht ein Backdoorflush, vielleicht auch komplett Air. Da nichts davon auf Turn und River improven konnte, und er mit einem kleinen Ass sicher den Flop nur gecallt hätte anstatt zu raisen, hatte ich hier mit meinen Queens einen richtig schönen Bluffcatcher.

Jetzt aber noch eine Hand, die mir gar nicht gefallen hat. Hier ging ein Stack drauf, und ich fragte mich wie ich hätte besser spielen können.

Da mein Gegner absolut unbekannt für mich war, hätte ich den Turn einfach nur callen sollen. Vor einem weiteren Herz zu protecten ist hier nicht unbedingt nötig, und so hätte vielleicht nicht alles was ich habe draufgehen müssen. Das ist und bleibt auch das schöne an diesem Spiel: Man lernt nie aus, und es gibt immer etwas zu verbessern!

Alles in allem hoffe ich, dass ich es schaffe so weiterzuspielen wie in den letzten Sessions, denn dann können mir die Bad Beats wirklich scheissegal sein. Ich bin momentan richtig gut drauf, und ich glaube, dass ich es wirklich schaffen kann endlich Konstanz auf 2/4 zu erreichen. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten mich wieder an die Tische zu setzen. Beste Voraussetzungen also!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Losing is like smoking. It’s habit forming.“

Mein Streben nach Glück

Eine Woche mit gemischten Gefühlen. Einerseits war ich froh wieder 2/4 zu spielen und hatte, genau wie in der letzten Woche sehr viel Spass an den Tischen. Andererseits musste ich mich immer wieder ärgern. Es hagelte förmlich Cold Decks und Bad Beats. Dazu sah ich bei den Flips meistens einfach nur dämlich aus der Wäsche. Alleine gestern war ich ca. 1,5k unterm EV, weshalb ich natürlich auch recht viel verloren habe.

Die Tage davor verließ ich eigentlich fast immer mit grünen Zahlen die Tische. Allerdings mit sehr kleinen grünen Zahlen, meistens war ich nichtmal einen Stack up. Der Knoten will derzeit einfach nicht platzen!

Schuld daran bin ich jedoch zum Teil auch selbst. Auch wenn ich im großen und ganzen schon recht zufrieden war, weiss ich, dass immer noch Luft nach oben ist. Aber um so länger ich 2/4 spiele, um so mehr kommt die Routine zurück. Ich hoffe nur, dass ich es jetzt in den kommenden Tagen schaffe das beste aus mir heraus zu holen. Das Glück ist ja bekanntlich mit dem Tüchtigen, ich hoffe bei mir machts mal eine Ausnahme!

Denn, falls nicht, muss ich mich wohl erstmal wieder mit 1/2 begnügen. Aber bis es soweit kommt stehen laut meinem „speziellen“ BRM noch über 6 Stacks im Wege, die ich bestimmt nicht so leicht hergeben werde.

Anbei, wie üblich, noch ein paar Hände:

Seine Line kommt mir schon seltsam vor. Entweder extrem tricky, oder Air. Ich schätzte die Chance etwas höher ein, dass es tatsächlich Air ist, da ich ihn nicht für so stark hielt, dass er ein Monster wirklich so spielen würde. Ist natürlich riskant, wurde aber belohnt!

Das passierte mir wirklich häufig in den letzten Tagen: Die Gegner hielten die absolute Spitze ihrer Range. Aber hier konnte ich einen richtig schönen Suckout hinlegen.

Was bleibt mir anderes übrig? Einfach nur Pech.

Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert! Die Jacks nicht zu raisen war eine sehr gute Idee.

Hier wurde ich aber umgekehrt richtig hart gelevelt. Well played von jemandem mit 12% 3Bet Wert!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Never give a sucker an even break!“

Meine offene Rechnung

Es ist ein paar Monate her, da war 2/4 meine Heimat. Und dort fühlte ich mich wirklich wohl! Blöderweise brachte mich dieses Limit durch viele unglückliche Umstände am Schluss nur noch zum tilten und ich entschied mich abzusteigen bis ich es wieder schaffe konstant gut zu spielen.

Letzte Woche war es dann soweit: Ich fühlte mich wieder richtig gut, sogar besser als je zuvor. Ich habe meinen Rhythmus gefunden – trotz Arbeit. Ich spielte über mehrere Wochen richtig gutes Poker auf 1/2, und folglich gewann ich dort auch sehr viel. Ohne irgendeinen Druck durch meine Challenge sollte es also los gehen.

Und was soll ich sagen? Es war einfach nur geil! 2/4 ist meiner Meinung nach das Limit welches sich am meisten vom vorherigen Limit unterscheidet. Hier wird aggressiv gespielt ohne Ende, hier wird zurück gespielt und hier werden Bluffs richtig hart durchgezogen. Ich hatte fast vergessen wie viel Spass Poker machen kann!

Ich kann euch dazu auch ein paar wunderschöne Hände zeigen:

Ich habe hier natürlich Glück und einen sehr leichten Call mit den Nuts. Aber was würde ich an dieser Stelle mit AK machen? Ich müsste folden. Selbst mit AA stehe ich vor einer sehr sehr schweren Entscheidung.

Die Hand wäre natürlich lustiger wenn ich mein Set nicht getroffen hätte. Aber so blickt man dem Showdown um einiges entspannter entgegen.

Netter Versuch. Vielleicht klappts ja beim nächsten mal!

Ein paar wenige Hände 1/2 habe ich auch noch gespielt. Was für ein geiler Turn! Er gibt ihm Hoffnung die Hand noch zu gewinnen und macht ihn gleichzeitig drawing dead.

Sobald man squeezed drehen die Leute durch. Aber das ist noch gar nichts, seht euch die nächste Hand an!

Der gefürchtete Bluffcall. Ich hoffe, dass ich ihm noch oft begegnen werde!

Wenns läuft, dann läufts. Vielleicht wäre ein Call am Turn die bessere Strategie gewesen, aber so gehts natürlich auch.

Valuebetting FTW. Ich wusste nicht genau ob er KQ oder KJ hat, aber ich wusste ziemlich sicher, dass es egal ist ob ich hier halben Pot anspiele oder gleich pushe.

Ein Herocall? Ja, ich denke schon. Viel schlage ich schließlich nicht neben einem Bluff. Aber mein Gegner war sehr aggressiv und bekannt für ausgefallene Sachen. Trotzdem eine riskante Sache.

Wenn man die ganzen Hände sieht könnte man meinen, dass ich richtig dick abgesahnt habe. Aber um ehrlich zu sein war dem nicht so. Das Glück war nicht immer auf meiner Seite, vor allem kurz nach dem Aufstieg. Ich denke das hat schon fast Tradition und man redet sich auch immer gerne ein, dass man dann besonders viel Pech hat. Wie dem auch sei, ich wäre dankbar gewesen wenn mit ein paar Cold Decks erspart geblieben wären aber wiederum ich hätte mir eine Session nach einem kurzen Besuch im Hofbräuhaus einfach ersparen sollen. Ich habe aber auch einiges verloren, da ich, sofern es nicht nach meinen Vorstellungen lief, zu aggressiv gespielt habe anstatt geduldig zu bleiben.

Insgesamt stören mich 400 verlorene Dollar schon noch sehr. Aber ich merke, dass die Routine langsam wieder kommt. Die letzten drei Tage konnte ich es zeigen, denn in diesen Tagen gewann ich wirklich richtig viel. Mit jeder Hand gewöhne ich mich wieder besser an dieses Limit. So kann es gerne weitergehen!

Apropos Gewöhnungssache:

Mit dem neuen Banner auf dem Blog habe ich erstmal gemerkt wie farblos und traurig der Alte eigentlich war. Mit diesem neuen Design muss ich mir schon selbst mal auf die Schulter klopfen. Er gefällt mir wirklich sehr und macht irgendwie gute Laune. Ich hoffe ihr seht das genauso!

Zum Abschluss noch eine wirklich kuriose Hand. Eigentlich rechnete ich nur mit zwei Outs beim Gegner und nicht gleich drei!

$2/$4 No Limit Holdem
5 players

Stacks:

UTG marco251261 ($400.00)  
CO Molotok91 ($92.67)  
BTN Hero ($458.10)  
SB mat76 ($136.53)  
BB BTEEDT ($313.10)  

[marco251261 posted $4]
[Molotok91 posted $4]
Pre-flop: ($14, 5 players) Hero is BTN

marco251261 raises to $8, 1 fold, Hero raises to $34, 2 folds, marco251261 calls $26

Flop: ($82, 2 players)
marco251261 bets $366, Hero calls $366

Turn: ($814, 2 players)

River: ($814, 2 players)

Final Pot: $807
Hero shows:
marco251261 shows:

Hero wins $807 ( won +$407 )
marco251261 lost -$400

Bis die Tage und denkt immer daran:

“Show me a good loser and I’ll show you a loser.” – Stu Ungar

Abbruch der S5 Challenge

Ich habe lange überlegt ob ich es tun soll oder nicht. Aber dennoch denke ich, dass es in meiner derzeitigen Situation keinen Sinn macht die Challenge fortzuführen. Auch wenn es in letzter wieder sehr gut bei mir lief gibt es viele Gründe die dagegen sprechen.

Der Hauptgrund ist sicherlich schonmal, dass ich mir dieses Auto in der nächsten Zeit, vom Geld mal völlig abgesehen, aus diversen Gründen sowieso nicht kaufen kann. Beziehungsweise nicht kaufen sollte, sondern lieber noch 1-2 Jahre damit zu warten. Es wäre einfach besser wenn ich beruflich bereits irgendetwas vorweisen kann, bevor ich mir aus heiterem Himmel so etwas leisten kann. Nahezu alle Leute mit denen ich außerhalb des Internets zu tun habe wissen schließlich nichtmal annähernd wie „locker“ ich am Pokertisch mit Geld umgehe und das soll auch besser so bleiben.

Aber das ist nicht der einzige Grund, natürlich lief es auch nicht so wie ich es mir erhofft hatte und ich stehe jetzt insgesamt bei nicht ganz 30%, obwohl es eigentlich schon über 60% sein sollten. Die Gründe, warum es so schlecht lief, habe ich oft genug aufgezählt.

Fakt ist aber, dass es momentan wieder richtig gut läuft. Ich fühle mich am Pokertisch wieder richtig gut und bin wieder sehr zufrieden mit mir. Ich möchte mir jetzt auch mit der Challenge keinen weiteren Druck machen, sondern einfach schauen was kommt und mitnehmen was geht.

Der nächste Punkt ist, dass es langsam aber sicher immer mehr auf den 10ten September zu geht. Den Tag an dem ich zum ersten mal nach Vegas fliege. Vorfreude pur! Ich glaube dort bin ich wirklich ganz in meinem Element. Ihr dürft euch garantiert auf viele interessante Einträge während dieser Zeit freuen. Schließlich habe ich mir sogar extra dafür eine neue Digicam gekauft.

Wenn ich dann wieder komme muss ich blöderweise erstmal meine Diplomarbeit schreiben. Bis diese fertig ist werde ich den Blog erstmal ohne eine Challenge weiterführen. Aber wer weiß? Sobald ich mein Diplom habe und ich mich beruflich entschieden habe wie es weitergehen soll starte ich vielleicht einen neuen Anlauf zum S5!

Bis die Tage und denkt immer daran:

„If you play poker, you have to know when you’re beat or atleast have an out.”

Weniger ist manchmal mehr

Ein altes Sprichwort, dass sich tatsächlich ab und zu bewahrheitet. Zum Beispiel bei mir momentan. Ich spiele nicht sehr viel, dafür aber umso besser. Qualität statt Quantität.

Es läuft also derzeit gut bei mir. Eigentlich sogar richtig gut. Ich habe einfach nur Lust auf Poker! Und das nachdem ich seit zwei Jahren nahezu täglich das Gleiche mache. Das Spiel fasziniert mich einfach immer noch. Ich möchte fast sagen es fasziniert mich immer mehr. Das liegt natürlich auch daran, dass die Gewinne momentan ähnlich sind wie in meinen besten Zeiten, was daran liegt, dass ich in letzter Zeit auch endlich wieder gespielt habe wie in meinen besten Zeiten. Wenn nicht sogar noch ein Stückchen besser. Dennoch möchte ich vorerst nicht aufsteigen. Die Gründe dafür sind folgende:

Ich bin erst seit zwei Wochen wieder zufrieden mit mir, da möchte ich erst mal wissen ob ich es auch wieder über einen längeren Zeitraum packe. Und zweitens stecke ich momentan meinen Gewinn in ein neues „Geschäftsfeld“: Pferderennen!

Nachdem ich einen Geheimtipp bekommen habe von einem guten Freund und nach ausgiebiger Beratung kann ich mir wirklich vorstellen, dass das funktioniert! Natürlich werde ich erstmal einiges an Lehrgeld zahlen müssen, aber ich denke mittlerweile, dass dieses Spiel tatsächlich +EV sein kann mit genügend Disziplin und der richtigen Strategie. Die Disziplin habe ich vom Poker, die Strategie habe ich zumindest grob verstanden aber an den Feinheiten muss ich natürlich noch lange arbeiten. Ich bin gespannt wie sich das ganze entwickelt und werde natürlich berichten ob es mir möglich ist damit Gewinn zu machen.

Aber zurück zum Poker:

Ich würde sagen, dass ich nahezu jede Hand genau so wieder spielen würde, allerdings störten mich zwei Hände dann trotzdem:

Hätte der Typ nicht einfach preflop nochmal erhöhen können? Dann könnte ich mir die Gedanken jetzt sparen. Als der River kam, ich mein FH hatte und der Gegner geshovt hat snappte ich sofort. Das Hirn hat hier bei mir wirklich ausgesetzt, und ich dachte: FH = Nuts. Danach grübelte ich allerdings sehr lange darüber. Ich schlage ja eigentlich nichts außer einen Bluff. Ich bin hinten gegen AA, AK, AJ. Mit diesen Händen würde er diese Line nehmen, aber auch mit Händen die ich schlage? Das kann ich mir kaum vorstellen, denn ich glaube nicht, dass er AQ, oder JJ dann am River urplötzlich shovt, da er selbst Angst vor AA, AK, KK und AJ haben müsste. Hätte ich also wirklich folden sollen? Ich glaube diese Hand hätten nur die allerbesten Spieler folden können. Vielleicht gehöre ich irgendwann dazu.

Diese Hand lies mich auch lange grübeln. Wie komme ich da am besten raus? Mein Gegner saß erst 5 Hände am Tisch, ich hatte absolut keinen Read auf ihn aber sein Minraise gegen mein UTG Raise lässt in der Regel schon auf das schlimmste vermuten. Dennoch: Ein Fold kommt nicht in Frage, ich lasse mich doch nicht rumschubsen. Der Flop: Check/Call halte ich für gut. Ein Fold kommt natürlich nicht in Frage für TPTK, ein Raise wäre zu gewagt, da mich eigentlich nur bessere Hände callen und protecten muss ich schließlich auch nicht wirklich. Der Turn: Top Two und ich habe keine Ahnung wo ich stehe. Meilenweit vorne oder drawing dead? Ich wollte es wissen, nur um mich dann zu ärgern. Aber wie hätte ich sonst spielen können?

Die einzige Möglichkeit die mir eingefallen wäre, ist den Turn ebenfalls nur zu callen und dann den River nochmal zu callen in der Hoffnung, dass er nicht alles rein stellt. Da es scheint, dass er seine Monster eher schwach anspielt, wie so viele Fische. Von der Idee 4-Bet/Fold preflop halte ich jedenfalls auch nicht viel.

Es gibt sicherlich größere Leaks als diese beiden Hände, dennoch bin ich nun mal ein Perfektionist. Die Challenge bleibt trotzdem erstmal pausiert, da ich nicht weiss ob ich kommende Woche überhaupt 1000 Hände schaffe. Das Wetter wird anscheinend auch wieder sehr ordentlich, ich wollte wieder recht viel Sport machen und dazu habe ich mir noch The Secret of Monkey Island fürs iPhone geholt. Ich muss zugeben, dass ich von diesem Spiel bisher nur viel gehört habe, es aber nie selbst durchgespielt habe. Das werde ich jetzt nachholen.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Never give a sucker an even break.“

Meine Woche hat zwei Tage

Montag bis Freitag habe ich keine einzige Hand gespielt. Und es war auch gut so, denn ich hatte sowieso keine Motivation und hätte mich nur gequält zu spielen. Stattdessen habe ich täglich Sport gemacht und sonstigen Kram erledigt. Obwohl es nur fünf Tage Pause waren so hatte ich dann am Wochenende richtig Lust auf Poker. Ich setzte mich mit einem Gefühl, dass mir sagte „Du kannst heute nur gewinnen“ an die Tische. Und genau so kam es auch. Endlich mal wieder richtig gut gespielt und belohnt worden. Am Ende konnte ich mich über 10 ptBB / 100 freuen. So macht Poker Spass!

Ich habe mal ein paar schöne Hände rausgesucht für euch:

Genau eine solche Hand habe ich beim Gegner vermutet. Da ich noch wusste, dass er eh nichts folden kann war das eine easy Valuebet am Turn für mich.

Das war schon ein echter Herocall. Normalerweise folde ich hier, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er nicht das halten kann was er vorgibt. Mein Gegner war eher unbekannt, dennoch zählte ich ihn nach wenigen Händen schon zu den schlechten Spielern. Und diese schlechten Spieler verstehen es nur selten so harte Valuebets zu machen mit ihren starken Händen. Seine drei Bets genau in Höhe der Potsize kamen wir wirklich seltsam vor und ich glaubte ihm letztlich einfach nicht. Gute Entscheidung!

Apropos nichts glauben: Das war ein grottenschlechter Call meines Gegenübers. Das sage ich nicht weil mein Bluff aufgeflogen ist, sondern das sage ich weil es einfach so ist. Aber er war wohl schon etwas angepisst, da ich ihm schon einen Stack abgenommen habe. Ich würde die Hand jederzeit wieder so spielen! Schade, dass mein Draw nicht ankam.

Diese Hand spielt sich nach so einem Flop natürlich von alleine. Wenns läuft, dann läufts eben!

So viel erstmal zum Thema Poker. Ich werde es kommende Woche wahrscheinlich ähnlich machen wie diese und wieder wenig bis gar nicht spielen. Deshalb bleibe ich erstmal bei der Pause mit meiner Challenge.

Denn wozu sollte man das Wochenende auch eigentlich nutzen? Genau, zum Feiern! Und das kam dann trotz allem auch nicht zu kurz. Im Gegenteil! Nachdem Freitags schon ziemlich derb war fing dann der Samstag Abend mit einer richtig geilen Vorglüh Party an. Nach den üblichen fünf Bierchen und dem x-ten Sambuca kochte die Stimmung in der 20 qm Wohnung langsam über als auch noch die Backstreet Boys gespielt wurden! Irgendwann fiel dann jemanden auf, dass es wohl an der Tür klingelt. Ich möchte gar nicht wissen wie lange dort schon geklingelt wurde, aber ich konnte nicht mehr vor Lachen als der Typ der aufgemacht hat und ihm zwei Polizisten gegenüber standen (ein Mann und ne Frau) einfach nur ganz trocken ruft: „Hey Jungs! Wer hat denn die zwei Stripper bestellt?“

Die beiden fanden das allerdings nicht ganz so lustig, und wir wurden dann mehr oder weniger dazu gezwungen die Party zu verlegen. Aber das hatten wir ja sowieso vor. Nachdem wir bei der ersten Disco leider noch abgeblitzt sind weil die Mädels, die dabei gewesen sind dem Türsteher zu besoffen waren hat es bei der zweiten Adresse schon geklappt. Nach ein paar weiteren netten Stunden wurden wir dann, zum krönenden Abschluss, auch noch von einem Porsche Cayenne heimgefahren.

Es grenzt irgendwie schon an ein Wunder wenn man sich dann am nächsten Tag nur wenige Stunden nachdem man heimgekommen ist mit ordentlich Restalkohol tatsächlich schon am Pokertisch konzentrieren kann. Aber komischerweise geht das besser als wenn man vorher acht Stunden arbeitet.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Every time we’re down, you can make it right. And that makes you larger than life!”

50.000 Besucher!

Anfang 2007 lernte ich damals das Spiel Poker kennen. Es faszinierte mich sofort, da ich recht schnell realisiert habe was in diesem Spiel möglich sein kann. Also beschloss ich dann ein halbes Jahr später diesen Blog zu starten. Alles was ich damals hatte waren 50 Gratisdollar, einen Hauch Erfahrung und ein Vorbild: Der Blog vom Project 100k. Leider wurde er kurz darauf einfach nicht mehr fortgeführt, dennoch war er für mich eine große Inspiration.

Ich führe diesen Blog also schon seit mittlerweile fast zwei Jahren und muss sagen, dass ich immer noch Spass daran habe und keinen Gedanken daran verschwende damit aufzuhören. Das liegt natürlich auch daran, dass ich mittlerweile viele Leser habe. 50.000 ist schon eine große Zahl und hiermit möchte ich mich bei allen Lesern einmal bedanken! Ich hoffe ihr hattet Spass dabei meinen Blog mitzuverfolgen und würde mich natürlich sehr freuen wenn ihr weiterhin regelmäßig vorbeischaut.

Seit meinem ersten Eintrag hat sich hier natürlich einiges getan. Wen es interessiert und wer zu viel Zeit hat, der kann gerne mal das Archiv durchforsten wie sich alles entwickelt hat. Rechts in der Navigation könnt ihr alle Einträge seit dem Beginn noch einmal durchlesen.

Doch nicht nur mein Blog hat sich entwickelt, auch mein ganzes Leben hat sich seit 2007 schon sehr verändert. Das bezieht sich nicht nur auf materielle Dinge, sondern auch auf meinen Charakter und meine komplette Denkweise. Alles hat dieses Spiel irgendwie geprägt. Und obwohl das Ganze ein paar kleinere Nachteile mit sich bringt, so muss ich dennoch zugeben, dass Poker mit das Beste ist was mir bisher in meinem Leben passiert ist!

Trotzdem habe ich im Moment immer noch einen Durchhänger und habe jetzt erstmal beschlossen eine kleine Pause einzulegen bei meiner S5 Challenge. Wie lange diese dauern wird möchte ich nicht festlegen. Sehr lange aber glaube ich nicht, vielleicht zwischen zwei und vier Wochen. Sobald ich wieder richtig Lust habe auf Poker, das Wetter schlechter wird und ich ein paar andere Sachen geregelt habe werde ich wieder an den Tischen zu finden sein. Ich werde aber natürlich weiterhin bloggen, selbst wenn ich gar nicht aktiv spielen sollte. Was soll ich schließlich sonst hier auf der Arbeit machen?

Wie es sonst weiter geht bis zum 100.000ten Besucher kann ich leider nicht sagen. Das wird auch sehr davon abhängen wie ich mich beruflich entscheiden werde. Aber worauf ihr euch definitiv freuen dürft ist die Zeit im September. Denn dann werde ich drei Wochen in Las Vegas verbringen. Natürlich mit ausführlichen berichten und vielen Blogupdates! Und auch sonst habe ich noch einige Sachen geplant, die aber leider Zeit erfordern die ich im Moment nur schwer finde.

Ihr dürft mir übrigens auch gerne ein paar Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zukommen lassen. Ich freue mich über jegliches Feedback! Die Scrubs Titel werde ich jetzt erstmal wieder sein lassen. Zum Abschied schließe ich aber heute mit einem Zitat aus dieser Serie von Bob Kelso ab.

Bis die Tage und denkt immer daran:

„Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß!“

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