Jetzt endlich also der letzte Nachtrag zu Vegas, danach gehts wieder weiter mit Onlinepoker.
Nachdem wir vom Roadtrip zurück gekommen sind hatten wir noch 5 Tage lang Zeit in Las Vegas. Jedoch hatten weder mein Kollege, noch ich sonderlich viel Geld übrig, weshalb wir beschlossen haben erstmal zwei Abende Poker zu spielen und dann die restlichen Tage zu planen. Sehr gute Erfahrungen haben wir im MGM gemacht, also entschieden wir uns dazu dort wieder zu spielen allerdings mit dem Unterschied, dass wir uns diesesmal gegenseitig keine Chips abnehmen werden um die Varianz so gering wie möglich zu halten.
Kurz gesagt: Es lief dort absolut grandios!
Allen voran für meinen Kollegen hatten es diese beiden Tage wirklich in sich. Er erwischte einen sensationellen Lauf und konnte so einige Stacks auf 2/5 machen. Aber auch für mich lief es recht ordentlich und somit war ich ebenfalls sehr zufrieden. Eine wunderschöne Hand meines Kumpels, die für viel Gesprächsstoff am Tisch sorgte: Er hält 35 und erhöht am Button und bekommt zwei Caller. Der Flop kommt: A-6-2r. Er cbettet, ein Spieler geht raus, der Zweite geht jedoch mit. Es kommt eine 4. Es wird gecheckt, mein Kollege setzt wieder ordentlich, der andere Spieler geht Allin und traut seinen Augen nicht, dass seine Top Two Pair mit A6 weit zurück liegen. Am River kommt eine Blank an und der gesamte Tisch kannte erstmal nur noch ein Gesprächsthema. Was für uns aggressive Onlinespieler eine ganz normale Hand ist, ist für Live Spieler eben oft absolut unbegreiflich.
Ich hingegen habe es am ersten Abend gar nicht geschafft jemanden zu stacken, jedoch gewann ich sehr viele kleine Pötte und konnte somit auch etwas Profit machen. Ich spielte nicht sehr viele Hände, aber die, die ich spielte zog ich dann nahezu immer erfolgreich durch. Nach gefühlten drei Stunden, als ich im Showdown einmal meine Karten muckte meinte ein Amerikaner dann nur: „Das gibts ja gar nicht! Du kannst auch mal eine Hand verlieren?!“
Gegen ihn hatte ich dann auch noch eine nette Hand. Blöderweise hatte er sehr viel Respekt vor mir und hielt mich wohl für einen guten Spieler. Ich habe KJ und erhöhe aus MP. Es floppt: Q-T-2r und ich cbette und bekomme mit dem Ami einen Caller. Der Turn bringt mir mit einem Ass die Nuts und ich setze nochmal sehr ordentlich in den Pot. Mein Gegner überlegt nun recht lange, aber irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ihm das Ass hilft, und letztlich callte er. Der River ist dann allerdings die schlechteste Karte die kommen kann mit einem König. Ich schiebe trotzdem alles rein und hoffe auf einen Herocall, jedoch wirft er AQ offen weg und schwört mir, dass er auch nicht mitgegangen wäre wenn der River kein König gewesen wäre, da er mich auf einem Set 10er hatte. Um ehrlich zu sein glaubte ich ihm das sogar.
Alles in allem konnten wir zusammen irgendwas knapp über 3000 Dollar erspielen und machten uns davon noch ein paar richtig geile Tage, allerdings war die Zeit dann fast zu knapp für uns. Es gab nämlich noch eine Menge Sachen die wir gerne gemacht hätten.
Als Fazit möchte ich abschließend noch folgendes festhalten:
Es war ein absolut genialer Trip, Vegas wird mich auf jeden Fall wieder sehen!
Trotzdem möchte ich für euch noch ein paar Sachen festhalten die ich beim Nächsten mal anders machen werde:
- Nie wieder Stratosphere! Obwohl der Pool auf dem Dach, und das Restaurant ganz oben im Turm der Wahnsinn waren überwogen einfach die Nachteile. Es war u.a. einfach nicht Zentral genug.
- Nie wieder Busfahren! Diese öffentlichen Busse sind eine absolute Zumutung. Beim Nächsten mal nehme ich nur noch das Taxi oder wie in den letzten Tagen die Stretch Limo.
- Nie wieder 1/2! Wir haben viel zu viel Zeit damit verschwendet 1/2 zu spielen. Das ist einfach nur langweilig und die Gegner lagen uns auf 2/5 auch viel besser.
- Nur noch Direktflüge! Umsteigen ist einfach nervig, vor allem wenn nichtmal das Gepäck direkt weitergeleitet wird, so wie beim Hinflug.
Bis die Tage und denkt immer daran:
„Everybody blows their first money.“








